Der US-Halbleiterkonzern Nvidia hat Teile eines vor rund zwei Monaten gestarteten Finanzierungsprogramms für spezialisierte KI-Cloud-Anbieter vorerst auf Eis gelegt. Wie das Wall Street Journal unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtete, zog sich das Unternehmen in der vergangenen Woche aus einer spezifischen Initiative zurück, bei der Kreditunterstützung an Umsatzbeteiligungen gekoppelt war. Nvidia betonte jedoch, dass sich das zugrundeliegende Geschäftsmodell aufgrund der anhaltend hohen Marktnachfrage nach KI-Infrastruktur weiterentwickle und bestehen bleibe.
Das Mechanismus hinter dem Modell
Das Programm zielte darauf ab, kleineren Cloud-Dienstleistern den Kauf der kostenintensiven Nvidia-Chips zu erleichtern. Das Konzept sah vor, dass der Chipkonzern für die benötigten Kredite bürgt oder diese unterstützt und im Gegenzug nicht genutzte Rechenkapazitäten der Anbieter zurückmietet. Sobald die Einnahmen der Cloud-Anbieter eine festgelegte Schwelle überschritten, sollte Nvidia mit bis zu 50 Prozent an den Erlösen beteiligt werden.
Kartellrechtliche Risiken und Vorwürfe von Kreislaufgeschäften
Für das Vorgehen gab es zuletzt Gegenwind aus verschiedenen Richtungen:
- Vorwurf der Nachfrageaufblähung: Investoren äußerten Bedenken, dass derartige Finanzierungskonstrukte – bei denen der Hardware-Lieferant gleichzeitig als Kunde und Geldgeber auftritt – sogenannte Kreislaufgeschäfte darstellen und das tatsächliche Marktwachstum künstlich aufblähen könnten.
- Regulatorische Bedenken: Laut dem Zeitungsbericht befürchteten interne Mitarbeiter kartellrechtliche Prüfungen durch Aufsichtsbehörden. Grund dafür seien weitreichende Vorgaben gewesen, die Nvidia den Cloud-Anbietern hinsichtlich der Auswahl ihrer Endkunden gemacht haben soll.
Trotz des vorläufigen Stopps dieser spezifischen Umsatzbeteiligungs-Initiative hält Nvidia an der strategischen Unterstützung von Cloud-Partnern fest, um seine führende Position im Bereich der Hardware für Künstliche Intelligenz abzusichern.
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Technikaffin seit den Zeiten von Amiga 500 und C64 – mittlerweile aber eher mit deutlichem Fokus auf die Bereich Mobilfunk und Telekommunikation. Die ersten Artikel im Telco Bereich habe ich bereits 2006 geschrieben, seit dem bin ich dem Thema treu geblieben und nebenbei läuft mittlerweile auch noch ein Telefon- und Smartphone Museum um die Entiwcklung zu dokumentieren.
