Trotz massiver Investitionen in eigene Halbleiter-Technologien bleibt das Firmenimperium von Elon Musk einer der größten Kunden des Chip-Giganten Nvidia [NVDA.O]. Wie Musk am Mittwoch bestätigte, werden sowohl Tesla [TSLA.O] als auch die neu geformte Einheit SpaceX AI weiterhin in großem Umfang Rechenleistung aus Santa Clara zukaufen.
Tesla arbeitet derzeit unter Hochdruck an seinem KI-Chip der fünften Generation, bekannt als AI5. Dieser soll die Nachfolge der aktuellen Hardware (AI4) antreten und stellt laut Musk einen „existentiellen“ Meilenstein für die Autonomie-Pläne des Konzerns dar.
- Optimierung für Edge-Computing: Im Gegensatz zu den universellen Rechenbeschleunigern von Nvidia ist der AI5-Chip spezifisch für Edge-Anwendungen optimiert. Er soll das Gehirn für die humanoiden Roboter (Optimus) und die geplante Robotaxi-Flotte (Cybercab) bilden.
- Effizienz-Versprechen: Musk behauptet, der AI5 werde bei der Energieeffizienz bis zu dreimal besser abschneiden als Nvidias aktuelle Blackwell-Architektur – und das bei einem Bruchteil der Kosten.
- Produktionsstart: Erste Kleinserien werden für Ende 2026 erwartet, während die Volumenproduktion für 2027 geplant ist.
Das „Terafab“-Projekt: Vertikale Integration auf neuem Level
Um die Abhängigkeit von externen Fertigern langfristig zu verringern, hat Musk den Start des „Terafab Project“ für Ende März 2026 angekündigt. Dabei handelt es sich um eine hochgradig vertikal integrierte Fabrikationsinitiative, die Logikverarbeitung, Speicher und fortschrittliches Packaging kombinieren soll, um die AI5-Produktion intern zu stützen.
SpaceX AI: Die neue Macht im Orbit
Ein entscheidender Faktor für die anhaltenden Nvidia-Bestellungen ist die jüngste Umstrukturierung von Musks KI-Interessen. Im Februar 2026 schloss SpaceX die Übernahme des KI-Startups xAI (bekannt für den Chatbot Grok) ab. Die daraus entstandene Division SpaceX AI verfolgt ambitionierte Ziele:
- Orbitale Rechenzentren: SpaceX plant, Starlink-Satelliten zu fliegenden KI-Rechenzentren auszubauen, um die Grenzen von Energie und Kühlung auf der Erde zu umgehen.
- Training im Großmaßstab: Während Tesla-Chips für die Ausführung vor Ort (Inferenz) gebaut werden, erfordert das Training von Modellen wie Grok weiterhin die massive Parallelrechenleistung von Nvidia-GPUs in bodengebundenen Clustern.
Fazit: Zweigleisige Strategie
Nvidias Dominanz im KI-Sektor bleibt vorerst ungebrochen. Musks Strategie ist klar zweigleisig: Während er für die spezifischen Anforderungen seiner Fahrzeuge und Roboter eigene, hochspezialisierte Hardware entwickelt, sichert er sich durch Großaufträge bei Nvidia die notwendige Power für das Training seiner gigantischen KI-Modelle.
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Technikaffin seit den Zeiten von Amiga 500 und C64 – mittlerweile aber eher mit deutlichem Fokus auf die Bereich Mobilfunk und Telekommunikation. Die ersten Artikel im Telco Bereich habe ich bereits 2006 geschrieben, seit dem bin ich dem Thema treu geblieben und nebenbei läuft mittlerweile auch noch ein Telefon- und Smartphone Museum um die Entiwcklung zu dokumentieren.
