In einer unerwarteten Wendung hat der KI-Pionier OpenAI das Ende seines vielbeachteten Videogenerators Sora bekannt gegeben. Nur wenige Monate nach dem offiziellen Marktstart zieht das Unternehmen damit die Reißleine bei einem seiner ambitioniertesten Projekte.
„Wir verabschieden uns von Sora“
Die Ankündigung erfolgte kurz und bündig über die Plattform X. „Wir verabschieden uns von Sora“, teilte das Entwicklerteam mit. Man sei sich bewusst, dass diese Nachricht für viele Nutzer enttäuschend sei. In Kürze sollen Details zum genauen Zeitplan der Abschaltung sowie Informationen darüber folgen, wie Anwender ihre bisher erstellten Werke sichern können.
Laut einem Bericht des Wall Street Journal informierte OpenAI-Chef Sam Altman die Belegschaft bereits intern über den Schritt. Die Entscheidung ist radikal: Alle Produkte, die auf den Videomodellen des Unternehmens basieren, werden abgewickelt. Dies betrifft:
- Die eigenständige Sora-App für Endverbraucher.
- Sämtliche Entwickler-Schnittstellen (APIs).
- Die integrierte Videofunktion innerhalb von ChatGPT.
Damit endet auch die hochkarätige Zusammenarbeit mit Walt Disney, die erst kürzlich intensiviert worden war, um KI-gestützte Inhalte für die Filmindustrie zu erforschen.
Strategiewechsel vor dem Börsengang
Der Stopp von Sora markiert einen deutlichen Kurswechsel. Während OpenAI mit der Vorstellung von Sora im Jahr 2024 einen weltweiten Wettlauf um die beste Video-KI auslöste, priorisiert das Management nun die Profitabilität und das Geschäft mit Unternehmenskunden (B2B).
Branchenexperten sehen zwei Hauptgründe für das Aus:
- Fokus auf Firmenkunden: Im Hinblick auf den für Ende 2026 erwarteten Börsengang will OpenAI seine Ressourcen auf stabile, hochpreisige Angebote für Unternehmen konzentrieren, statt kostspielige Rechenkapazitäten für die rechenintensive Videogenerierung im Massenmarkt zu binden.
- Urheberrechtliche Hürden: Seit dem Start der eigenständigen App im September 2025 stand Sora massiv in der Kritik. Die Software erlaubte es Nutzern, Videos zu erstellen, die teilweise auf urheberrechtlich geschützten Inhalten basierten. Dies führte zu wachsendem rechtlichem Druck, dem OpenAI nun offenbar ausweicht.
Ein kurzes Kapitel KI-Geschichte
Sora galt lange als das „Wundermittel“ der KI-Branche, da es in der Lage war, aus einfachen Textbefehlen fotorealistische Videos in Spielfilmqualität zu generieren. Mit der Einstellung des Dienstes überlässt OpenAI das Feld nun vorerst Konkurrenten wie Runway, Luma AI oder Googles Veo, während sich das Unternehmen selbst wieder stärker auf seine Kernkompetenzen im Bereich Sprachmodelle (GPT) und Agenten-Software besinnt.
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Technikaffin seit den Zeiten von Amiga 500 und C64 – mittlerweile aber eher mit deutlichem Fokus auf die Bereich Mobilfunk und Telekommunikation. Die ersten Artikel im Telco Bereich habe ich bereits 2006 geschrieben, seit dem bin ich dem Thema treu geblieben und nebenbei läuft mittlerweile auch noch ein Telefon- und Smartphone Museum um die Entiwcklung zu dokumentieren.
