Der Tech-Milliardär Elon Musk hat im Rechtsstreit über die strategische Ausrichtung des KI-Entwicklers OpenAI eine empfindliche Niederlage erlitten. Eine US-Jury im kalifornischen Oakland wies seine Klage gegen das Unternehmen und dessen Chef Sam Altman am Montag vollständig ab. Das Urteil fällt in eine Phase, die für die gesamte Künstliche-Intelligenz-Branche als wegweisend gilt.
Blitz-Urteil: Klage war verjährt
Die Geschworenen benötigten für ihre Entscheidung weniger als zwei Stunden. Sie urteilten einstimmig, dass Musk die Klage zu spät eingereicht habe.
Damit entfällt die juristische Grundlage für Musks zentralen Vorwurf: Er hatte OpenAI bezichtigt, vom ursprünglichen Ziel abgewichen zu sein, Künstliche Intelligenz ausschließlich zum Wohle der Menschheit und ohne Profitabsichten zu entwickeln. Stattdessen warf er dem von Microsoft unterstützten Start-up vor, die technologische Sicherheit zu vernachlässigen und die Bereicherung von Investoren in den Vordergrund zu stellen.
Kaum Chancen auf Berufung
Obwohl sich Musks Anwalt eine Berufung vorbehielt, dämpfte die zuständige Richterin Yvonne Gonzalez Rogers die Erfolgsaussichten erheblich. Da die Frage der Verjährung eine reine Tatsachenentscheidung sei, sehe sie das Urteil als gefestigt:
„Es gibt eine Fülle von Beweisen, die die Feststellung der Geschworenen stützen, weshalb ich bereit war, die Klage sofort abzuweisen.“
— Richterin Yvonne Gonzalez Rogers
Dem Urteil war ein elftägiger Prozess vorausgegangen, der von gegenseitigen Vorwürfen der Geldgier geprägt war. Während Musks Verteidigung die Glaubwürdigkeit von Sam Altman angriff, hielt OpenAI-Anwalt William Savitt dagegen, Musk sei selbst nur auf Profit aus gewesen. Er spottete: „Herr Musk mag in einigen Bereichen ein goldenes Händchen haben, jedoch nicht bei KI.“
Der Kern des Streits: Gemeinnützigkeit vs. Milliarden-Business
Der Konflikt dreht sich um die historische Transformation von OpenAI:
- 2015: Gründung von OpenAI durch Sam Altman, Elon Musk und weitere Partner als gemeinnützige Forschungseinrichtung.
- 2018: Musk verlässt den Verwaltungsrat des Unternehmens.
- 2019: OpenAI gründet eine gewinnorientierte Tochtergesellschaft, um die für die Entwicklung notwendigen Milliardeninvestitionen – primär durch Microsoft – einsammeln zu können.
Musk behauptete im Prozess, er sei von Altman und dem Verwaltungsratsvorsitzenden Greg Brockman manipuliert worden, insgesamt 38 Millionen Dollar zu spenden. Er bezeichnete den Umbau des Unternehmens hinter seinem Rücken als „Diebstahl einer Wohltätigkeitsorganisation“.
OpenAI wies dies zurück und hielt Musk entgegen, er habe die Gewinnorientierung anfangs selbst vorangetrieben und erst geklagt, als seine Pläne scheiterten, sich selbst an die Spitze des Unternehmens zu setzen.
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Technikaffin seit den Zeiten von Amiga 500 und C64 – mittlerweile aber eher mit deutlichem Fokus auf die Bereich Mobilfunk und Telekommunikation. Die ersten Artikel im Telco Bereich habe ich bereits 2006 geschrieben, seit dem bin ich dem Thema treu geblieben und nebenbei läuft mittlerweile auch noch ein Telefon- und Smartphone Museum um die Entiwcklung zu dokumentieren.
