Am Montag hat Ferrari in Rom sein erstes vollelektrische Serienfahrzeug namens „Luce“ (Licht) enthüllt. Während namhafte Konkurrenten wie Porsche und Lamborghini ihre Elektro-Pläne angesichts einer weltweit abgekühlten Nachfrage zuletzt defensiv zurückschraubten, wagen die Italiener den radikalen, strategischen Schritt nach vorn. Der Preis für den Einstieg in Maranellos neue Ära: stolze 550.000 Euro. Die Auslieferung soll bereits im vierten Quartal beginnen.
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Die Handschrift des iPhone-Schöpfers: „Klarheit und Kohärenz“
Dass der „Luce“ optisch und konzeptionell mit fast allen bisherigen Ferrari-Konventionen bricht, verdankt er maßgeblich einem der berühmtesten Produktdesigner der Welt: Sir Jony Ive. Der langjährige Chefdesigner von Apple, der einst das Aussehen von iPhone, iPad und iMac prägte, zeichnet mit seinem Kreativkollektiv LoveFrom (gemeinsam mit Design-Ikone Marc Newson) sowohl für das Exterieur als auch für das Interieur des Stromers verantwortlich.
Anstatt auf aggressive Kanten setzt Ives Design auf fließende, ununterbrochene Oberflächen und eine organische, fast skulpturale Linienführung. Das Ergebnis ist nicht nur eine völlig neue Designsprache für Ferrari, sondern auch der niedrigste Luftwiderstandsbeiwert (Cw-Wert) in der bisherigen Geschichte des Herstellers.
Revolution im Innenraum: Ives Kampf gegen die Touchscreen-Wüste
Ausgerechnet der Mann, der einst die physische Tastatur vom Smartphone verbannte, bringt nun die Tasten zurück ins Auto. Jony Ive bricht im Innenraum des „Luce“ radikal mit dem aktuellen Industrie-Trend, den insbesondere Tesla geprägt hat:
- Kein Tech-Overkill: Anstelle von riesigen, seelenlosen Bildschirmen dominiert im Cockpit eine Symbiose aus digitaler Präzision und mechanischer Haptik.
- Physische Bedienelemente: Ive setzt konsequent auf wunderschön gefertigte mechanische Tasten, Schalter, Aluminium-Kipphebel und Drehregler. Jedes Element wurde wie ein eigenständiges Luxusprodukt gestaltet.
- Analoge Ästhetik im Digitalen: Die drei klassischen Rundinstrumente hinter dem Lenkrad sind zwar moderne OLED-Displays, aber in echte Metallringe eingefasst.
Ein Fünfsitzer für neue Märkte
Auch die Architektur des Fahrzeugs trägt die Handschrift von Ives Fokus auf Funktionalität. Der viertürige „Luce“ ist der erste echte Fünfsitzer in der Geschichte von Ferrari. Mit einem großzügigen Kofferraumvolumen von 600 Litern und gegenläufig öffnenden Fondtüren („Suicide Doors“) zielt das Auto gezielt auf eine neue, wohlhabende Klientel ab.
Neben betuchten Familien soll das Fahrzeug vor allem technikaffine Käufer ansprechen und Ferraris Marktchancen in Ländern wie China massiv verbessern, wo große Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren extrem hoch besteuert werden.
Die technischen Leistungsdaten im Überblick:
| Parameter | Wert / Detail |
| Antrieb | 4 Elektromotoren (Allrad) |
| Leistung | Über 1.035 PS (bzw. mehr als 1.000 PS Systemleistung) |
| Gewicht | Mehr als 2,2 Tonnen (Leergewicht ca. 2.260 kg) |
| Performance | 0 auf 100 km/h in 2,5 Sekunden / Vmax über 310 km/h |
| Batterie / Reichweite | 122 kWh brutto / über 500 Kilometer (WLTP) |
Das „Ferrari-Gefühl“ bleibt hör- und fühlbar
Um Puristen zu beruhigen, die das emotionale Feedback eines V12-Motors vermissen könnten, haben die Ingenieure eine akustische Brücke gebaut. Der „Luce“ nutzt ein neuartiges System, das die natürlichen elektro-mechanischen Vibrationsgeräusche der Achsen im Innenraum und nach außen hin gezielt ausgleicht und verstärkt. Je nach gewähltem Fahrmodus wird dieser authentische, mechanische Sound lauter oder leiser, um dem Fahrer trotz lautloser Batterietechnik eine direkte Rückmeldung über die Beschleunigung zu geben.
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Technikaffin seit den Zeiten von Amiga 500 und C64 – mittlerweile aber eher mit deutlichem Fokus auf die Bereich Mobilfunk und Telekommunikation. Die ersten Artikel im Telco Bereich habe ich bereits 2006 geschrieben, seit dem bin ich dem Thema treu geblieben und nebenbei läuft mittlerweile auch noch ein Telefon- und Smartphone Museum um die Entiwcklung zu dokumentieren.
