Der zunehmende Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) wird nach Einschätzung von Sam Altman nicht zu den weltweit befürchteten Massenentlassungen führen. Seine ursprünglichen Prognosen für die sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen dieser Technologie hätten sich als „recht falsch“ erwiesen, räumte der Chef des ChatGPT-Entwicklers OpenAI am Dienstag bei einer Podiumsdiskussion ein.
„Ich hatte einen stärkeren Abbau von Stellen für Berufseinsteiger und im Bürobereich erwartet, als dies tatsächlich der Fall ist. Ich bin froh, dass ich mich in diesem Punkt geirrt habe“, erklärte Altman sichtlich erleichtert über die Entwicklung.
Die menschliche Komponente bleibt unverzichtbar
Zwar spiele KI bei der Automatisierung von alltäglichen Arbeitsabläufen eine immer größere Rolle, die menschliche Komponente könne jedoch nicht vollständig ersetzt werden. Der OpenAI-Chef zog dabei auch ein persönliches Fazit aus seinem eigenen Arbeitsalltag: Er beantworte beispielsweise Nachrichten mittlerweile wieder persönlich, statt dies einer KI zu überlassen.
„Ich denke nicht, dass wir die Art von Job-Apokalypse erleben werden, die in Teilen unserer Branche diskutiert oder propagiert wird“, betonte Altman. Stattdessen zeichne sich eher ein Wandel ab, bei dem KI als unterstützendes Werkzeug dient, anstatt den Menschen komplett zu verdrängen.
Entlassungswelle und Zukunftsängste bei der „Generation Z“
Altmans optimistische Worte stehen allerdings im Kontrast zu den realen Entwicklungen der vergangenen Monate. Zahlreiche globale Konzerne haben bereits spürbare Stellenstreichungen angekündigt und diese explizit mit dem verstärkten Einsatz von KI begründet. So plant die britische Großbank Standard Chartered den Abbau von rund 7.000 Arbeitsplätzen. Auch Tech-Riesen wie die Facebook-Mutter Meta und der Onlinehändler Amazon reduzieren ihr Personal in großem Stil.
Diese Welle an Restrukturierungen schürt vor allem unter jungen Arbeitskräften und Absolventen massive Zukunftsängste. Dass gerade Berufseinsteiger verunsichert sind, zeigt auch eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Gallup: Demnach bereitet das Thema KI mehr als 70 Prozent der zwischen 1997 und 2012 geborenen „Generation Z“ große Sorgen oder ruft Unmut hervor. Ob Altmans neue, mildere Prognose diese Ängste langfristig entkräften kann, bleibt abzuwarten.
Mobilfunk-Newsletter: Einmal pro Woche die neusten Informationen rund um Handy, Smartphones und Deals!
Unser kostenloser Newsletter informiert Sie regelmäßig per E-Mail über Produktneuheiten und Sonderaktionen. Ihre hier eingegebenen Daten werden lediglich zur Personalisierung des Newsletters verwendet und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können sich jederzeit aus dem Newsletter heraus abmelden. Durch Absenden der von Ihnen eingegebenen Daten willigen Sie in die Datenverarbeitung ein und bestätigen unsere Datenschutzerklärung.
Immer die aktuellsten Nachrichten direkt im Smartphone.
Unsere Kanäle gibt es kostenlos hier:
Telegram: Appdated Telegram Channel
Facebook: Appdated Facebook Seite
Twitter: Appdated Twitter Channel

Technikaffin seit den Zeiten von Amiga 500 und C64 – mittlerweile aber eher mit deutlichem Fokus auf die Bereich Mobilfunk und Telekommunikation. Die ersten Artikel im Telco Bereich habe ich bereits 2006 geschrieben, seit dem bin ich dem Thema treu geblieben und nebenbei läuft mittlerweile auch noch ein Telefon- und Smartphone Museum um die Entiwcklung zu dokumentieren.
