Seit dem 24. Juni läuft in Deutschland der große Netztest: Noch bis zum 1. Juli sind alle Bürger aufgerufen, sich an der zweiten bundesweiten Mobilfunkmesswoche zu beteiligen. Mithilfe der offiziellen App „Mobilfunk-Check“ der Bundesnetzagentur kann die tatsächliche Netzqualität vor Ort aus Sicht der Nutzer erfasst werden. Ziel der Aktion ist es, ein flächendeckendes Bild der Mobilfunkversorgung zu gewinnen und künftige Ausbaumaßnahmen noch gezielter zu planen.
Crowdsourcing für ein besseres Netz
Unter dem Motto #CheckDeinNetz setzen Bund, Länder und Kommunen auf die Unterstützung der Bevölkerung. Die Funktionsweise ist simpel: Nutzer installieren die kostenlose, kürzlich überarbeitete App auf ihrem Smartphone und messen ihr individuelles Nutzungserlebnis genau dort, wo sie leben, arbeiten oder unterwegs sind.
Diese sogenannten Crowdsourcing-Daten bilden eine wichtige Ergänzung zu den theoretischen Versorgungsmeldungen der Mobilfunkbetreiber. Dr. Daniela Brönstrup, Vizepräsidentin der Bundesnetzagentur, betont den Mehrwert der Aktion: Je mehr Menschen die App nutzen, desto mehr Daten fließen in die Auswertung ein. Mit diesen Ergebnissen lasse sich die Situation vor Ort deutlich besser bewerten und die Netzabdeckung flächendeckend optimieren.
Fokus auf den ländlichen Raum
Während urbane Ballungsräume meist hervorragend versorgt sind, klaffen in ländlichen Regionen teils noch spürbare Lücken. Bundesheimatminister Alois Rainer weist auf die enorme wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung einer stabilen Verbindung hin: Ein schlechtes Netz sei ein harter Standortnachteil. „Den Anschluss an die digitale Welt darf man auch am Ortsausgang nicht verlieren“, so Rainer. Gerade für die Land- und Forstwirtschaft seien verlässliche Netze unerlässlich, um moderne digitale Anwendungen im Alltag – von der präzisen Düngung bis zur Tierüberwachung in Echtzeit – reibungslos nutzen zu können.
Auch Bundesdigitalminister Dr. Karsten Wildberger sieht die Mobilfunkunternehmen nun in der Pflicht. Die Bundesregierung habe die Rahmenbedingungen für den Netzausbau, etwa durch das Festschreiben eines überragenden öffentlichen Interesses, zuletzt gezielt verbessert. „Wir wissen: Wir sind schon gut – aber wir müssen noch besser werden. Wo und wie, dabei helfen uns die Menschen in Deutschland mit ihren Messungen“, erklärt Wildberger. Die Politik habe geliefert, nun liege es an den Netzbetreibern, ihre Infrastruktur mithilfe der gewonnenen Nutzerdaten weiter zu verdichten.
Millionenfache Messpunkte für den konkreten Ausbau
Wie wertvoll die Beteiligung der Bürger ist, zeigt ein Blick auf die erste Messwoche: Über 100.000 Teilnehmer sammelten damals knapp 200 Millionen Messpunkte. Diese gigantische Datenbasis steht nicht nur den Netzbetreibern, sondern auch den am Ausbau beteiligten Ländern und Kommunen zur Verfügung. Die Daten helfen in der Praxis konkret dabei, Ausbauvorhaben zu priorisieren und lokale Hindernisse beim Mastbau schneller abzubauen.
Ernst-Ferdinand Wilmsmann, Geschäftsführer der Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft (MIG), zeigte sich erfreut über die Reichweite der Vorab-Kampagne und rief als Initiator nochmals zur regen Teilnahme auf dem Endspurt auf.
Die Teilnahme im Überblick:
- Aktionszeitraum: Die Messwoche läuft noch bis zum 1. Juli.
- App-Download: Die Anwendung „Mobilfunk-Check“ ist kostenlos im Apple App Store sowie im Google Play Store verfügbar.
- Weitere Informationen: Details zur Gemeinschaftsaktion finden sich unter www.check-dein-netz.de.
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Ich bin in erster Linie für Nachrichten aus dem Bereich der Tarife zuständig und meistens damit beschäftigt das Marketing aus den Pressemitteilungen heraus zu filtern. Ansonsten alle Anmerkungen zu Prepaid, Simkarte, Flatrates und was dazu gehört gerne an mich. Technik Fragen dagegen bitte an die Kollegen.
