Der CEO von Brave, Brendan Eich, hat Apple und Mozilla öffentlich dazu aufgefordert, Brave Search als voreingestellte Option in die Auswahlliste ihrer Browser Safari und Firefox aufzunehmen. Während Nutzer bei Google Chrome bereits auf den unabhängigen Suchdienst als vordefinierte Alternative zugreifen können, hinken die Konkurrenten bei der Wahlfreiheit im Adressfeld hinterher.
Eich kritisierte das aktuelle Vorgehen der Browser-Hersteller scharf und wies darauf hin, dass die Einschränkung der Auswahlmöglichkeiten den Marktzuwachs etablierter Suchgiganten begünstige und somit ein Duopol fördere.
Die Ausgangslage im Browser-Vergleich
Die Handhabung von alternativen Suchmaschinen unterscheidet sich je nach Plattform und Browser-Hersteller drastisch:
- Google Chrome: Bietet Brave Search in vielen Regionen bereits in der Liste der auswählbaren Standard-Suchmaschinen an.
- Mozilla Firefox: Erlaubt Nutzern zwar das manuelle Hinzufügen eigener Suchmaschinen über Einstellungen oder OpenSearch-Schnittstellen, führt Brave Search jedoch nicht standardmäßig im Dropdown-Menü.
- Apple Safari: Bietet die strengsten Restriktionen. Nutzer sind auf eine feste, von Apple vorgegebene Liste (darunter Google, Bing, DuckDuckGo und Ecosia) beschränkt. Das freie Hinzufügen einer benutzerdefinierten Suchmaschine ist unter Safari nicht möglich.
Finanzielle Verflechtungen und der Druck der Regulierer
Hinter der zögerlichen Haltung von Apple und Mozilla stehen vor allem finanzielle Interessen. Beide Unternehmen beziehen Milliarden- bzw. Dreistellige Millionenbeträge von Google, damit die Google-Suche als Standard voreingestellt bleibt.
Die Forderung von Eich fällt in eine Phase erhöhten regulatorischen Drucks. Durch Gesetze wie den Digital Markets Act (DMA) der Europäischen Union sowie Antimonopol-Klagen in den USA stehen Tech-Konzerne zunehmend unter Beobachtung, Nutzerwahlen frei von finanziell motivierten Barrieren zu gestalten. Eich plädiert dafür, dass verbraucherorientierter Datenschutz und faire Wettbewerbsbedingungen auch ohne behördliche Verfahren Einzug in die Standard-Einstellungen von Safari und Firefox halten sollten.
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Technikaffin seit den Zeiten von Amiga 500 und C64 – mittlerweile aber eher mit deutlichem Fokus auf die Bereich Mobilfunk und Telekommunikation. Die ersten Artikel im Telco Bereich habe ich bereits 2006 geschrieben, seit dem bin ich dem Thema treu geblieben und nebenbei läuft mittlerweile auch noch ein Telefon- und Smartphone Museum um die Entiwcklung zu dokumentieren.
