Wer die glänzenden Werbespots von Apple sieht, bekommt schnell das Gefühl, sein iPhone sei ein amphibisches Wunderwerk. Da wird es in den Pool geworfen, mit Kaffee übergossen oder im strömenden Regen genutzt. Doch wer sich blind auf die IP68-Zertifizierung verlässt, riskiert ein teures Erwachen.
| Modell-Reihe | Schutzklasse | Max. Tiefe | Dauer | Besonderheiten |
| iPhone 17 / Pro / Max / Air | IP68 | 6 Meter | 30 Min. | Aktuelle Top-Modelle; verbesserte Dichtungen. |
| iPhone 16 / Pro / Max / 16e | IP68 | 6 Meter | 30 Min. | Robuster Schutz, inkl. neuem Ceramic Shield. |
| iPhone 15 / Pro / Max | IP68 | 6 Meter | 30 Min. | Erster Standard mit USB-C Port (ebenfalls dicht). |
| iPhone 14 / 13 / 12 (Serie) | IP68 | 6 Meter | 30 Min. | Solider Schutz für ältere Flaggschiffe. |
| iPhone SE (3. Gen, 2022) | IP67 | 1 Meter | 30 Min. | Günstigeres Modell, weniger Schutz bei Tiefe. |
| iPhone 11 Pro / Max | IP68 | 4 Meter | 30 Min. | Ältere Generation mit mittlerer Tiefe. |
1. Das Kleingedruckte: „Wasserfest“, nicht „wasserdicht“
Es ist ein entscheidender semantischer Unterschied: Ein iPhone ist laut Apple wassergeschützt (water-resistant), nicht wasserdicht (waterproof). Die Zertifizierung nach IP68 besagt zwar, dass ein modernes iPhone (ab Modell 12) bis zu 30 Minuten in 6 Metern Tiefe übersteht – aber Vorsicht: Dieser Test findet unter kontrollierten Laborbedingungen statt.
Das Problem: Im Labor ruht das Gerät in stillem, klarem Süßwasser. Im echten Leben wirken Strömung, Wasserdruck (z. B. beim Springen ins Becken oder unter dem Duschstrahl) und Chemikalien auf die Dichtungen ein.
2. Der stille Feind: Verschleiß
Der Wasserschutz ist kein dauerhafter Zustand. Apple selbst weist darauf hin, dass der Schutz im Laufe der Zeit durch normale Abnutzung abnimmt.
- Mikrorisse: Schon ein kleiner Sturz, der optisch kaum auffällt, kann das Gehäuse minimal verziehen.
- Hitze & Chemie: Seife unter der Dusche, Chlor im Pool oder Salz im Meer greifen die gummierten Dichtungen an und machen sie spröde. Wer sein iPhone regelmäßig mit ins Bad nimmt, „kocht“ den Schutz quasi langsam weg.
3. Die große Garantie-Falle
Das wohl stärkste Argument gegen das Vertrauen in die Wasserfestigkeit findet sich in Apples Garantiebestimmungen: Schäden durch Flüssigkeiten sind von der Garantie ausgeschlossen.
- Obwohl Apple mit der Robustheit wirbt, übernehmen sie keine Verantwortung, wenn das Gerät doch absäuft. Im Inneren befinden sich kleine Indikatoren (LCI), die sich bei Kontakt mit Flüssigkeit verfärben. Ist dieser Punkt rot, lehnt der Support die kostenlose Reparatur ab – egal, ob man nur im Regen telefoniert hat oder im Pool war.
Dazu kann Flüssigkeit im Lautsprecher für Probleme sorgen und wenn Tropfen unter der Kameralinse sind, hilft oft nur die Fachwerkstatt.
4. Salz- und Chlorwasser: Die unterschätzte Gefahr
Die IP-Zertifizierung gilt ausschließlich für Süßwasser.
- Salzwasser ist extrem aggressiv und führt sofort zu Korrosion an den Ladekontakten und Lautsprechergittern.
- Chlor kann die Klebstoffe lösen, die das Display mit dem Rahmen verbinden.
Fazit: Ein iPhone ist nicht für Unterwasser-Fotoshootings gebaut. Der Wasserschutz ist als „Lebensversicherung für Unfälle“ zu verstehen – wie ein Airbag im Auto, den man auch nicht absichtlich testet.
Generell Hinweise und Hilfestellung für Apple und iPhone gibt es mittlerweile sehr umfangreich und für unterschiedliche Ansprüche:
- iPhone 17 Serie – Handbuch für alle Modelle* (2025)
- Stiftung Warentest erklärt iPhone und iPad* (2024)
- iPhone für Senioren und Späteinsteiger (2023) *
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Technikaffin seit den Zeiten von Amiga 500 und C64 – mittlerweile aber eher mit deutlichem Fokus auf die Bereich Mobilfunk und Telekommunikation. Die ersten Artikel im Telco Bereich habe ich bereits 2006 geschrieben, seit dem bin ich dem Thema treu geblieben und nebenbei läuft mittlerweile auch noch ein Telefon- und Smartphone Museum um die Entiwcklung zu dokumentieren.






