Export-Alarm in Washington: Trainierte DeepSeek sein neues Modell auf illegalen Nvidia-Blackwell-Chips?

Ein hochrangiger Vertreter der US-Regierung unter Präsident Trump hat am Montag schwere Vorwürfe gegen das chinesische KI-Startup DeepSeek erhoben. Laut Regierungsangaben soll das neueste Modell des Unternehmens, dessen Veröffentlichung bereits für die kommende Woche erwartet wird, mit dem derzeit fortschrittlichsten KI-Prozessor der Welt trainiert worden sein: dem Nvidia Blackwell.

Sollten sich diese Berichte bestätigen, handelte es sich um eine massive Verletzung der geltenden US-Exportkontrollen.

Geheimoperation in der Inneren Mongolei?

Der Regierungsvertreter betonte gegenüber Journalisten unmissverständlich: „Wir liefern keine Blackwell-Chips nach China.“ Dennoch gehe man in Washington davon aus, dass DeepSeek Zugriff auf eine beträchtliche Anzahl dieser Hochleistungschips erhalten habe. Diese seien mutmaßlich in einem Rechenzentrum in der Inneren Mongolei gebündelt worden.

Um die Herkunft der Rechenleistung zu verschleiern, bereite DeepSeek laut US-Informationen derzeit die Entfernung technischer Metadaten und digitaler Fingerabdrücke vor, die auf die Verwendung der US-Hardware hindeuten könnten. Wie genau die Chips trotz des Embargos nach China gelangten, ließ der Beamte offen, verwies jedoch auf die Komplexität globaler Schwarzmärkte. Nvidia lehnte eine offizielle Stellungnahme zu den Berichten bislang ab.

Sicherheitsrisiko vs. Marktabhängigkeit

Die Nachricht befeuert die ohnehin hitzige Debatte in den USA über den Umgang mit Chinas Technologiesektor:

  • Die Hardliner: Chris McGuire, ehemaliges Mitglied des Nationalen Sicherheitsrats unter der Biden-Administration, sieht seine Warnungen bestätigt. „Dies zeigt, warum der Export jeglicher KI-Chips nach China so gefährlich ist“, erklärte er. Wer Exportkontrollen für zivile KI „unverfroren verletzt“, werde sich laut McGuire auch nicht an Verbote halten, die Chips für militärische Zwecke einzusetzen.
  • Die Strategen: Auf der anderen Seite stehen Akteure wie der KI-Beauftragte des Weißen Hauses, David Sacks, und Nvidia-Chef Jensen Huang. Sie argumentieren paradoxerweise, dass ein kontrollierter Verkauf von US-Technologie China langfristig in einer technologischen Abhängigkeit halte und die Entwicklung eigener, unabhängiger Chip-Architekturen in Fernost bremse.

Technischer Vorsprung oder nur eine Kopie?

Neben der Hardware-Frage steht DeepSeek auch inhaltlich unter Beschuss. Experten wie Saif Khan, ehemaliger Direktor für Technologie im Weißen Haus, sehen in der Nutzung geschmuggelter Blackwell-Chips ein Zeichen der Schwäche: „Die Abhängigkeit von illegaler US-Hardware unterstreicht das massive Defizit an leistungsfähigen, im Inland produzierten KI-Chips in China.“

Zudem gibt es Hinweise darauf, dass das neue Modell maßgeblich auf der sogenannten „Destillation“ beruht – einem Verfahren, bei dem das Wissen bestehender Top-Modelle von US-Unternehmen wie OpenAI oder Anthropic extrahiert wird. Sollte dies zutreffen, würde es die Vorwürfe der US-KI-Riesen bestätigen, dass chinesische Wettbewerber ihre Fortschritte primär auf der intellektuellen Vorarbeit des Westens aufbauen.


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