Es wäre der unumstrittene Börsenkracher des Jahres und ein historischer Meilenstein für die Tech-Branche: Das auf Künstliche Intelligenz (KI) spezialisierte US-Softwarehaus OpenAI steht offenbar in den Startlöchern für den Gang aufs Parkett. Der Entwickler des weltberühmten Chatbots ChatGPT plant, in den kommenden Wochen einen vertraulichen Antrag auf eine Börsenzulassung in den USA einzureichen. Das berichtete die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Zuerst hatte das Wall Street Journal über die Pläne berichtet.
Demnach visiert das KI-Pionierunternehmen aus San Francisco den konkreten Schritt an die Börse für September an. Die renommierten Wall-Street-Investmentbanken Goldman Sachs und Morgan Stanley arbeiten laut den Insiderberichten bereits intensiv an der Erstellung des Börsenprospekts. OpenAI selbst reagierte zunächst nicht auf eine Bitte um Stellungnahme.
Ein IPO der Superlative im KI-Zeitalter
Seit der Veröffentlichung von ChatGPT Ende 2022 reitet OpenAI auf einer beispiellosen Erfolgswelle und hat ein weltweites Wettrüsten um die Vorherrschaft bei generativer KI ausgelöst. Entsprechend astronomisch hoch sind die Erwartungen der Investoren. Während jüngste private Finanzierungsrunden den Wert des Unternehmens bereits im dreistelligen Milliardenbereich verorteten, spekulieren Insider für den Börsengang mit Bewertungen, die OpenAI auf Anhieb in die Liga der wertvollsten Konzerne der Welt katapultieren könnten.
Ein Börsengang in dieser Größenordnung würde nicht nur frisches Kapital in die Kassen spülen, sondern auch frühen Geldgebern massive Gewinne bescheren. Allen voran dürfte der Tech-Riese Microsoft genau hinsehen: Der Konzern aus Redmond hat in den vergangenen Jahren Schätzungen zufolge rund 13 Milliarden Dollar in OpenAI investiert und hält einen großen Anteil an den Gewinnen der kommerziellen Sparte.
Komplexe Struktur als Herausforderung
Der Weg an die Börse ist für OpenAI allerdings mit besonderen Hürden verbunden. Das Unternehmen wurde ursprünglich 2015 als gemeinnützige Organisation (Non-Profit) gegründet, um sicherzustellen, dass KI der gesamten Menschheit zugutekommt. Erst später wurde eine gewinnorientierte Tochtergesellschaft ausgegliedert, um die immensen Kosten für Rechenzentren und Halbleiter zu decken.
Für einen klassischen Börsengang (IPO) muss OpenAI diese Struktur für die Wall Street anpassen. Finanzexperten gehen davon aus, dass die Struktur des Unternehmens im Zuge des Antrags so umgebaut wird, dass Aktionäre klassische Mitsprache- und Renditerechte erhalten.
Sollte der Zeitplan für September halten, dürfte der Sommer an der Wall Street ganz im Zeichen der künstlichen Intelligenz stehen. Ein vertraulicher Antrag bei der US-Börsenaufsicht SEC ermöglicht es dem Unternehmen zunächst, die Bücher vor den Augen der Konkurrenz geschützt prüfen zu lassen, bevor die Details für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
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Technikaffin seit den Zeiten von Amiga 500 und C64 – mittlerweile aber eher mit deutlichem Fokus auf die Bereich Mobilfunk und Telekommunikation. Die ersten Artikel im Telco Bereich habe ich bereits 2006 geschrieben, seit dem bin ich dem Thema treu geblieben und nebenbei läuft mittlerweile auch noch ein Telefon- und Smartphone Museum um die Entiwcklung zu dokumentieren.
