Huawei MateBook Pro S: Leichtgewicht mit Kirin XE90 und HarmonyOS PC

Das Huawei MateBook Pro S wurde Anfang August 2026 in China offiziell vorgestellt. Die Spezifikationen vereinen beeindruckende Leichtbau-Technologie mit hauseigener Hardware, werfen aber auch Fragen hinsichtlich des internationalen Markteintritts auf.

Prüfung und Ergänzung der Ausstattung

  • Gewicht & Gehäuse: Mit 798 Gramm gehört es zu den leichtesten 14-Zoll-Laptops auf dem Markt (gefertigt aus einer Magnesium-Lithium-Legierung).
  • Display: Das 14,2 Zoll große 3,1K-OLED-Touch-Display mit 120 Hz bietet eine Spitzenhelligkeit von bis zu 1.600 Nits.
  • Datenschutz: Neben einem physischen Hardware-Schalter nutzt das Gerät eine KI-gestützte Blickschutzerkennung (Privacy Guard), um unerwünschte Blicke auf den Bildschirm zu verhindern.
  • Kameras am Deckel: An der Außenseite des Displays befindet sich ein Kamera-System (Hauptkamera sowie ein Zusatzsensor für Umgebungswahrnehmung und KI-Features).
  • Prozessor: Angetrieben wird das Notebook von Huaweis neuem ARM-Prozessor HiSilicon Kirin XE90 (9 Kerne / 14 Threads) mit integrierter Ascend-NPU für KI-Berechnungen.
  • Akkulaufzeit: Der Akku ermöglicht je nach Nutzung bis zu 18 Stunden Laufzeit.
  • Betriebssystem: Es läuft mit Huaweis eigenem HarmonyOS (HarmonyOS 6.1 / HarmonyOS PC) statt Windows.
  • Preis: Der Einstiegspreis in China liegt bei 7.999 Yuan (umgerechnet ca. 1.020 € / 1.185 $). Höher konfigurierte Varianten kosten bis zu 11.799 Yuan.

Hinweis zu Deutschland und Europa

Für Käufer in Deutschland ist das MateBook Pro S derzeit nur eingeschränkt relevant:

  1. Fehlender Deutschland-Start: Huawei fokussiert sich mit seinen HarmonyOS-PC-Modellen vorerst rein auf den chinesischen Heimatmarkt. Ein offizieller Marktstart in Deutschland oder der EU ist aktuell nicht angekündigt.
  2. Software-Einschränkungen: Durch den Wechsel auf die eigene ARM-Architektur (Kirin XE90) und HarmonyOS PC fehlt die Kompatibilität mit herkömmlicher Windows-Software (x86/x64). Ohne den gewohnten Windows-Ektosystem-Support richtet sich das Gerät primär an Nutzer innerhalb des chinesischen App-Ökosystems.
  3. Import-Hürden: Ein Eigenimport nach Deutschland würde neben einer fehlenden deutschen Tastatur (QWERTZ) auch Anpassungsprobleme bei Sprache und Software-Lizenzen mit sich bringen.

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