Blackberry-Handys waren einst für ihre einzigartigen Eigenschaften und ihr innovatives Design bekannt. Sie waren besonders beliebt unter Geschäftsleuten und Profis, die ein zuverlässiges und sicheres Gerät für die Kommunikation und den Zugriff auf Informationen benötigten.
Zu den wichtigsten Besonderheiten von Blackberry-Handys gehörten:
- QWERTY-Tastatur: Die meisten Blackberry-Handys verfügten über eine physische QWERTY-Tastatur, die das schnelle und effiziente Tippen von E-Mails, Nachrichten und Texten ermöglichte.
- Trackball: Anstatt Touchscreens zu verwenden, nutzten Blackberry-Handys in der Regel einen Trackball zur Navigation im Menü und zum Bewegen des Cursors. Dies ermöglichte eine präzise und intuitive Steuerung mit nur einer Hand.
- BlackBerry OS: Blackberry-Handys liefen auf einem eigenen Betriebssystem namens BlackBerry OS, das für seine Sicherheit und Zuverlässigkeit bekannt war. BlackBerry OS bot außerdem eine Reihe von Funktionen, die speziell für Geschäftsanwender entwickelt wurden, wie z. B. Push-E-Mail, Kalender und Kontakte.
- Sicherheit: Blackberry-Handys galten als besonders sicher und wurden häufig von Unternehmen und Behörden eingesetzt. Die Geräte verfügten über eine Reihe von Sicherheitsfunktionen, wie z. B. Verschlüsselung, Datenlöschung aus der Ferne und Passwortschutz.
- Zuverlässigkeit: Blackberry-Handys waren für ihre Zuverlässigkeit und Langlebigkeit bekannt. Sie konnten Stößen und Wasser standhalten und waren ideal für den Einsatz im rauen Umfeld geeignet.
Fun Fact: Der Name „BlackBerry“ (Brombeere) entstand, weil die vielen kleinen Tasten der Tastatur das Design-Team an die Segmente einer Brombeere erinnerten. Ursprünglich stand auch „EasyMail“ oder „JetBerry“ im Raum.
Neben diesen Besonderheiten boten Blackberry-Handys auch eine Reihe weiterer Funktionen, die sie für Geschäftsanwender attraktiv machten:
- Mobile Internetverbindung: Blackberry-Handys gehörten zu den ersten Geräten, die mit mobilen Internetverbindungen ausgestattet waren. Dies ermöglichte es Nutzern, unterwegs auf E-Mails, Websites und andere Online-Dienste zuzugreifen.
- Multimedia-Funktionen: Spätere Blackberry-Modelle verfügten über eine Reihe von Multimedia-Funktionen, wie z. B. eine Kamera, einen Musikplayer und einen Videoplayer.
- Apps: Für Blackberry OS gab es eine Reihe von Apps, die die Produktivität und den Komfort der Nutzer steigerten.
Blackberry-Handys waren zwar einst sehr beliebt, haben aber in den letzten Jahren aufgrund des Aufkommens von Smartphones mit Touchscreens und leistungsfähigeren Betriebssystemen an Popularität verloren. Dennoch schätzen viele Menschen die Sicherheit, Zuverlässigkeit und die einzigartigen Funktionen von Blackberry-Handys. Heute gibt es immer noch einige Unternehmen, die Blackberry-Handys für geschäftliche Zwecke anbieten. Darüber hinaus gibt es eine Community von Blackberry-Enthusiasten, die weiterhin ältere Blackberry-Geräte verwenden und sammeln.

Inhaltsverzeichnis
So ist der aktuelle Stand bei Blackberry
Heute ist BlackBerry ein reines Software- und Security-Unternehmen. Der Konzern hat sich komplett transformiert und konzentriert sich auf zwei eigenständige Kernbereiche: IoT (Internet of Things) und Cybersecurity. Das kennt man so beispielsweise auch von Nokia.
1. Das neue Kerngeschäft: QNX im Auto (IoT)
Der mit Abstand wichtigste Wachstumstreiber für BlackBerry ist das Echtzeit-Betriebssystem QNX. Wenn ein Nutzer ein modernes Auto fährt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Software von BlackBerry im Hintergrund läuft.
- Vernetzte Fahrzeuge: QNX liefert die Software-Basis für moderne, softwaredefinierte Fahrzeuge und autonome Fahrsysteme.
- Milliardenschwerer Auftragsbestand: Automobilhersteller weltweit setzen auf die Plattform. BlackBerry vertieft zudem die Partnerschaft mit Branchenriesen wie NVIDIA, die ihren Sicherheits-Stack standardmäßig auf QNX aufbauen.
- Erweiterung in neue Märkte: Neben Autos expandiert das System in die Bereiche Robotik, Industrieautomation, Medizintechnik und physische KI-Anwendungen (Physical AI).
2. Cybersecurity & Sichere Kommunikation
Der zweite Pfeiler baut auf dem traditionellen Ruf von BlackBerry als Sicherheits-Experte auf.
- Regierungskunden im Fokus: Da digitale Souveränität weltweit immer wichtiger wird, ist ein Großteil der Kunden in dieser Sparte im staatlichen, behördlichen oder militärischen Sektor angesiedelt.
- Krisen- und Kommunikationsmanagement: BlackBerry bietet hochgradig verschlüsselte Sprach- und Messenger-Dienste sowie Software zur Koordinierung von Systemen bei Großereignissen oder Cyberangriffen.
- Software-as-a-Service: Das Unternehmen hat diesen Bereich erfolgreich auf ein cloudbasiertes Abo-Modell mit wiederkehrenden Umsätzen umgestellt.
Wirtschaftlicher Ausblick
Der radikale Wandel war lang und schmerzhaft, aber die Strategie geht auf. BlackBerry hat die Phase des reinen Sanierungsfalls hinter sich gelassen und liefert solides, profitables Wachstum mit positiven Bilanzen. Vom einstigen Handy-Riesen ist funktionell zwar nichts mehr übrig, als hochspezialisierter B2B-Technologiepartner ist das Unternehmen jedoch extrem fest im Markt verankert.
Die Evolution der BlackBerry-Smartphones
Vom klobigen Pager für den geschäftigen Broker bis hin zum modernen Android-Tastatur-Smartphone: Die Geschichte von BlackBerry ist eine Reise voller Innovationen, Kultstatus und dramatischem Wandel.
| Modell | Erscheinungsjahr | Betriebssystem | Was den Klassiker ausmachte |
| RIM 850 | 1999 | BlackBerry OS (Urversion) | Noch kein echtes Telefon, sondern ein E-Mail-Pager. Der absolute Urvater, der die legendäre Daumentastatur einführte. |
| BlackBerry 5810 | 2002 | BlackBerry OS | Das erste Modell mit Mobiltelefon-Integration – allerdings musste der Nutzer zum Telefonieren noch ein Headset anschließen. |
| BlackBerry 7230 | 2003 | BlackBerry OS | Der erste große Meilenstein mit einem Farbdisplay. Damit wurde das Gerät zum unverzichtbaren Werkzeug für jeden Top-Manager. |
| BlackBerry Pearl 8100 | 2006 | BlackBerry OS | Der erfolgreiche Versuch, den Consumer-Markt zu erobern. Statt des seitlichen Scrollrads gab es einen Trackball, zudem eine kompaktere SureType-Tastatur. |
| BlackBerry Curve 8300 | 2007 | BlackBerry OS | Das Volks-BlackBerry. Es machte die Marke durch Multimedia-Funktionen (Kamera, Musikplayer) endgültig fit für den normalen Verbraucher. |
| BlackBerry Bold 9000 | 2008 | BlackBerry OS | Das absolute Statussymbol. Edle Leder-Rückseite, messerscharfes Display und die wohl beste physische Tastatur ihrer Zeit. |
| BlackBerry Storm 9500 | 2008 | BlackBerry OS | Die hastige Antwort auf das Apple iPhone. Ein reiner Touchscreen, der sich beim Drücken mechanisch nach unten bewegte (SurePress). Gilt rückblickend als technischer Flop. |
| BlackBerry Z10 | 2013 | BlackBerry 10 | Ein radikaler, moderner Neustart. Ein komplett auf Gestensteuerung ausgelegtes System ohne physische Tasten. Zu diesem Zeitpunkt war die Konkurrenz jedoch schon uneinholbar enteilt. |
| BlackBerry Passport | 2014 | BlackBerry 10 | Ein Exot im quadratischen Reisepass-Format. Extrem breit, mit einer physischen Tastatur, die gleichzeitig als Touchpad für Wischgesten diente. |
| BlackBerry Priv | 2015 | Android | Der endgültige Abschied vom eigenen Betriebssystem. Das erste BlackBerry mit Android, gelöst über ein elegantes Slider-Design mit versteckter Tastatur. |
| BlackBerry KEY2 | 2018 | Android | Produziert unter Lizenz von TCL. Es markiert das funktionelle Finale der klassischen Tastatur-Ära im modernen Smartphone-Gewand. |
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Technikaffin seit den Zeiten von Amiga 500 und C64 – mittlerweile aber eher mit deutlichem Fokus auf die Bereich Mobilfunk und Telekommunikation. Die ersten Artikel im Telco Bereich habe ich bereits 2006 geschrieben, seit dem bin ich dem Thema treu geblieben und nebenbei läuft mittlerweile auch noch ein Telefon- und Smartphone Museum um die Entiwcklung zu dokumentieren.
