Apple: Neue Risiken durch weitere Zoll-Pläne der US Regierung

In den USA ist das Thema Zoll weiter sehr relevant und US Präsident Donald Trump will weiter China auf diese Weise schwächen. Nach einem aktuellen Bericht von CBNC will die US Regierung nun auch andere Länder dazu drängen, Zölle gegen China zu verhängen. China hat bereits angekündigt, dies nicht zu akzeptieren.

Angesichts eskalierender Handelsspannungen mit den USA, die unter Präsident Trump Zölle auf chinesische Waren auf 145 % erhöht haben, hat China Vergeltungszölle von 125 % auf US-Importe verhängt. Zudem hat Peking den Export kritischer Mineralien eingeschränkt und kleinere US-Unternehmen auf schwarze Listen gesetzt, die ihre Geschäfte mit chinesischen Firmen einschränken. Das chinesische Handelsministerium erklärte, es werde Handelsabkommen, die auf Kosten Chinas gehen, nicht akzeptieren und „entschlossene Gegenmaßnahmen“ ergreifen.

Apple könnte sehr deutlich unter diese Eskalation leiden, denn bisher kann das Unternehmen weiter iPhone in China produzieren und auf andere Märkte liefern (nur eben nicht mehr in die USA). Wenn auch andere Länder Zölle erhöhen und China weitere Gegenmaßnahmen ergreift, könnte die Apples Produktionsstandort in China teurer machen oder von Rohstoffen abschneiden.

Die neuen Plänen und jede weitere Eskalation bei den Zöllen machen daher das Geschäftsmodell von Apple schwieriger und steigern die Kosten.

Zoll-Ausnahmen für Smartphones nur wenige Wochen

Gute Nachrichten für Apple. US-Präsident Trump rudert bei den Zöllen weiter zurück und will die 145 Prozent Besteuerung für Produkte aus China für bestimmte Bereiche aussetzen. Das hat die Zoll- und Grenzschutzbehörde in den USA mitgeteilt. Unter anderem sollen PC und auch Smartphones davon profitieren. Apple dürfte also zumindest kurzfristig keine höhere Produktionspreise zu befürchten haben. Allerdings ist kaum vorhersagbar, was Trump als nächstes plant, daher bleibt unsicher, wie sich die Preise auf dem internationalen Markt entwickeln werden. Daher wird es wohl eine gewissen Sicherheitspuffer bei den zukünftig Preisen geben, den die Verbraucher tragen müssen.

In den USA hat Handelsminister Howard Lutnick am Wochenende nochmal klargestellt, dass die Ausnahmen nur temporär sind. Bereits in wenigen Wochen könnten diese wieder in Kraft treten. Im Interview sagte der Minister:

„All diese Produkte fallen unter die Kategorie Halbleiter, und es wird spezielle Zölle geben, um sicherzustellen, dass diese Produkte wieder ins Inland zurückgeführt werden. Wir brauchen Halbleiter, Chips und Flachbildschirme – wir brauchen diese Dinge aus amerikanischer Produktion. Wir können uns bei allem, was wir für unsere Produktion benötigen, nicht auf Südostasien verlassen“, sagte Lutnick zu „This Week“-Co-Moderator Jonathan Karl.

Er fuhr fort: „Präsident Donald Trump sagt also, dass diese Produkte von den gegenseitigen Zöllen ausgenommen, aber in die Halbleiterzölle einbezogen sind, die wahrscheinlich in ein oder zwei Monaten in Kraft treten. Diese kommen also bald.

Aber auch hier gilt: niemand weiß, was genau Trump in einigen Wochen machen wird. Die erratische Politik des US Präsidenten macht es daher für Unternehmen schwer, konkrete Planungen aufzustellen.

Zölle belasten das Unternehmen massiv

Die neuen Zölle, die Donald Trump verkündet hat, kamen in der Wirtschaft generell nicht gut an und haben vor allem US-amerikanische Unternehmen massive Kursverluste beschwert. Auch Apple ist betroffen. Die Aktie des Unternehmens hat teilweise einen Zehntel des Wertes an nur einem Tag verloren.

Hintergrund ist, dass Apple zwar selbst ein US-Unternehmen ist, aber viele Vorprodukte für die iPhone und die anderen Geräte und auch die Smartphones selbst in anderen Ländern hergestellt werden. Da 85–90 % der Apple-Hardware in China und der Rest in Indien und Vietnam produziert werden, werden die neuen Zolltarife der Trump-Administration – 54 %, 26 % bzw. 46 % – die Kosten für den Hardwareexport in die USA spürbar erhöhen. Sollte Apple die Preise nicht anpassen, könnte die Bruttomarge des Unternehmens um etwa 8,5–9 % zurückgehen.

Trump will mit seinen Zöllen eigentlich erreichen, dass die Produktion zurück in die USA geholt wird. Das scheint aber zumindest kurz- und mittelfristige kaum machbar, weil dafür die Standorte fehlen und dazu wäre die Produktion dann wohl auch noch teuer als in der aktuellen Situation mit den neuen Zöllen.

Bis 2025 wird erwartet, dass mindestens 15 % der weltweiten iPhone-Produktion nach Indien verlagert werden (im Vergleich zu 10–12 % im Jahr 2024). Da China der Trump-Administration voraussichtlich keine Zollbefreiungen gewähren wird, könnte Apple den Rückgang der Bruttomarge ohne Preisanpassungen auf 5,5–6 % begrenzen, vorausgesetzt, Indien und Vietnam profitieren von neuen US-Abkommen mit Zollbefreiungen.

Es scheint daher wahrscheinlich, dass Apple die Preise erhöhen muss und das könnte dazu führen, dass das Unternehmen weniger Technik verkauft. Aktuell sehen die meisten Investoren daher ein schwieriger Marktumfeld für Apple und greifen lieber zu anderen Aktien.

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