Wer sich ein neues Smartphone der Galaxy S26-Serie zulegt, kauft nicht nur ein Gerät, sondern auch den Zugang zum „Galaxy AI“-Ökosystem. Doch dieser Zugang ist nicht bedingungslos. Der letzte Satz der offiziellen Fußnoten sorgt regelmäßig für Diskussionen: „Samsung behält sich vor, den Dienst kostenpflichtig zu machen.“
Das Original im Kleingedruckten lautet wie folgt:
Bestimmte AI-Funktionen setzen eine Internetverbindung, einen Samsung Account oder einen Google Konto Login voraus. Galaxy AI ist in Deutschland ab 16 Jahren verfügbar. Samsung behält sich vor, den Dienst kostenpflichtig zu machen.
Diesen Hinweis findet man bei allen Modelle der neuen Galaxy S26 Serie. Auch bei den Ultra-Modelle gibt es diesen Unterpunkt im Kleingedruckten.
Inhaltsverzeichnis
Die drei Säulen der Nutzung
Bevor die KI überhaupt aktiv wird, muss der Anwender drei Hürden nehmen:
- Konto-Zwang: Ohne einen Samsung Account oder ein Google-Konto bleiben viele Funktionen gesperrt. Die KI benötigt diese Verknüpfung, um personalisierte Dienste anzubieten und Lizenzen zu verwalten.
- Internetverbindung: Obwohl Samsung verstärkt auf „On-Device“-KI setzt (Rechenprozesse direkt auf dem Handy), benötigen komplexe Aufgaben wie die Reiseplanung oder generative Bildbearbeitung die Cloud-Power der Samsung- oder Google-Server.
- Altersbeschränkung: In Deutschland ist die Nutzung der Galaxy AI erst ab 16 Jahren gestattet. Damit sichert sich der Hersteller rechtlich gegen die strengen Datenschutz- und Jugendschutzrichtlinien der EU ab.
VIDEO Die Galaxy S26 Serie im ersten Test
Die „Abo-Falle“: Wird die KI bald kostenpflichtig?
Der entscheidende Satz – dass Samsung sich eine spätere Gebühr vorbehält – ist eine strategische Absicherung. Aktuell ist die Nutzung der Galaxy AI für Besitzer eines S26 kostenlos. Doch das könnte sich ändern.
Warum ein kostenpflichtiges Modell kommen könnte:
- Hohe Serverkosten: Jede Anfrage an eine Cloud-KI verursacht für Samsung laufende Kosten (Rechenleistung und Strom).
- Premium-Features: Es ist denkbar, dass grundlegende Funktionen kostenlos bleiben, während besonders mächtige Werkzeuge (z.B. komplexe Video-KI oder Profi-Assistenten) in ein Abonnement-Modell überführt werden.
- Branchenstandard: Auch Konkurrenten wie Google oder OpenAI verlangen für ihre leistungsstärksten Modelle bereits monatliche Gebühren.
Was bedeutet das für den Käufer?
Aktuell besteht kein Grund zur Panik. Dieser Zusatz steht bereits seit der Einführung der S24-Serie in den Bedingungen. Er dient Samsung vor allem als juristische Hintertür, um das Geschäftsmodell jederzeit anpassen zu können, ohne die Hardware-Kunden entschädigen zu müssen.
| Bedingung | Status | Konsequenz für den Nutzer |
| Accounts | Zwingend | Ohne Login keine KI-Funktionen. |
| Internet | Meist nötig | Viele Funktionen klappen offline nicht. |
| Kosten | Aktuell gratis | Ein Abo-Modell ab Ende 2026 ist rechtlich möglich. |
Der Kunde sollte sich bewusst sein, dass er mit der Galaxy AI ein „Produkt als Service“ nutzt. Während das Telefon Ihr Eigentum ist, bleibt die Intelligenz darin eine Leihgabe des Herstellers, deren Konditionen er theoretisch jederzeit ändern kann.
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Technikaffin seit den Zeiten von Amiga 500 und C64 – mittlerweile aber eher mit deutlichem Fokus auf die Bereich Mobilfunk und Telekommunikation. Die ersten Artikel im Telco Bereich habe ich bereits 2006 geschrieben, seit dem bin ich dem Thema treu geblieben und nebenbei läuft mittlerweile auch noch ein Telefon- und Smartphone Museum um die Entiwcklung zu dokumentieren.
