Neues Patent zeigt Samsung Galaxy Z Rollable mit ausfahrbarem Seitenbereich

Der Markt für faltbare Smartphones ist fest in der Hand etablierter Größen, doch im Hintergrund arbeiten die Entwickler längst an der nächsten Evolutionsstufe: rollbaren Displays. Ein frisch aufgetauchtes Patent von Samsung gibt nun detaillierte Einblicke, wie der Technologieriese die mechanischen Herausforderungen eines solchen Geräts lösen möchte.

Der Clou an diesem als Galaxy Z Rollable gehandelten Konzept: Das rückseitige Kameramodul ist nicht starr verbaut, sondern fährt beim Ausziehen des Bildschirms aktiv mit. Entdeckt und visualisiert wurde das Patent von der Plattform WearView in Zusammenarbeit mit dem bekannten Leaker @xleaks7.

Das Prinzip: Vom Smartphone zum Tablet per Knopfdruck

Im geschlossenen Zustand unterscheidet sich das Konzept kaum von einem klassischen Smartphone im Stile eines aktuellen Flaggschiffs. Auf der Vorderseite befindet sich ein gewohnt hohes Display mit einer zentralen Aussparung für die Frontkamera.

Sobald der Nutzer jedoch mehr Bildschirmfläche benötigt, lässt sich das Gehäuse motorisiert oder über einen Federmechanismus seitlich ausziehen. Das flexible OLED-Panel, das im Inneren des Chassis aufgewickelt ist, entfaltet sich dabei fließend nach außen. Das Smartphone mutiert im Handumdrehen zu einem quadratischen Tablet – ähnlich der Formfaktor-Verwandlung des Galaxy Z Fold, jedoch ohne die störende vertikale Falz in der Mitte des Bildschirms.

Die Innovation: Ein Kameramodul auf Schienen

Die eigentliche Überraschung des Patents offenbart sich beim Blick auf die Rückseite. Bei herkömmlichen Designansätzen blieben die Kameras stets fest an einem unbeweglichen Gehäuseteil verankert. Samsung bricht in diesem Entwurf mit der Tradition:

  • Der Schiebemechanismus: Das vertikal angeordnete Triple-Kamera-Modul – das optisch stark an die aktuelle Designsprache der Z-Fold-Reihe erinnert – sitzt direkt auf dem beweglichen Teil des Gehäuses.
  • Die Parkposition: Ist das Smartphone komplett eingefahren, schmiegt sich die Kameraeinheit nahtlos in eine passgenaue Aussparung (Recess) im festen Rahmen. Die Rückseite des Telefons schließt dadurch absolut bündig und sauber ab.
  • Die Transformation: Wird das Display seitlich ausgezogen, gleitet das gesamte Kameramodul synchron mit der Gehäusehälfte nach außen.

Mehr als nur Optik: Der technische Hintergrund

Dass das Kameramodul seine Position verändert, ist laut den Patentschriften keineswegs reiner Selbstzweck oder eine Designspielerei. Dahinter steckt handfeste Ingenieursarbeit.

Das Patent beschreibt ein komplexes System aus integrierten Sensoren, die kontinuierlich die exakte Position des Kameramoduls, der Antennen und der Gehäuseteile überwachen. Diese Daten werden in Echtzeit an den Hauptprozessor übermittelt. Das ist aus zwei Gründen elementar:

Präzise Sensorik für AR und Mechanik: Zum einen müssen die internen Verbindungskabel vor Verschleiß und Überdehnung geschützt werden. Zum anderen ist die exakte Positionsbestimmung der Kameralinsen entscheidend, um Augmented-Reality-Anwendungen (AR) auch während des Ausziehvorgangs fehlerfrei und ohne Bildsprünge berechnen zu können.


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