Kann meine Bank bereits Wero? Werotracker hilft

Wer in den vergangenen Monaten seine Banking-App geöffnet oder die Wirtschaftsnachrichten verfolgt hat, kommt an einem Namen kaum vorbei: Wero. Der von der European Payments Initiative (EPI) ins Leben gerufene Bezahldienst schickt sich an, eine echte europäische Alternative zu US-Giganten wie PayPal, Visa oder Mastercard zu werden.

Das System punktet vor allem mit schnellen Echtzeitüberweisungen per Telefonnummer, ohne dass man lange IBANs abtippen muss. Doch während der Rollout in Ländern wie Deutschland, Frankreich und Belgien läuft, stehen Verbraucher vor einem logistischen Rätsel: Welche Bank macht eigentlich schon mit? Und in welchen Onlineshops kann man bereits mit Wero bezahlen?

Da die offiziellen Stellen bisher keine lückenlose Übersicht liefern, schließt ein privates Gemeinschaftsprojekt diese Lücke: Die Webseite Wero Tracker (werotracker.eu) bringt Licht ins Dunkel.

Was ist der Wero Tracker?

Der Wero Tracker ist ein inoffizielles Community-Projekt, das von engagierten Nutzern gepflegt wird. Da Wero im Gegensatz zu anderen Zahlungsanbietern von jeder Bank einzeln in deren eigene Infrastruktur oder Apps implementiert werden muss, verläuft der Start in Europa sehr fragmentiert.

Auf der Open-Source-Plattform behält man den Überblick. Die Seite bündelt Daten aus offiziellen Ankündigungen sowie Pressemitteilungen und bereitet diese übersichtlich in einem Dashboard auf.

Die wichtigsten Funktionen im Überblick:

  • Status der Banken: Man sieht auf einen Blick, welche Kreditinstitute in den jeweiligen europäischen Ländern Wero bereits vollständig unterstützen, welche den Start verbindlich angekündigt haben und welche sich noch komplett heraushalten.
  • Feature-Deep-Dive: Nicht jede Wero-Integration ist gleich. Der Tracker schlüsselt detailliert auf, welche Funktionen eine Bank genau unterstützt – sei es der reine Geldtransfer zwischen Privatpersonen (P2P) oder bereits das Bezahlen im E-Commerce (Onlineshops).
  • Onlineshops & Händler: Da Wero zunehmend im Onlinehandel Fuß fasst, listet die Plattform auch Geschäfte auf, die die europäische Bezahlmethode an der digitalen Kasse bereits integriert haben oder dies planen.
  • Transparente Statistiken: Wer sich für Zahlen interessiert, findet dort spannende Adoptions-Statistiken, die den prozentualen Fortschritt der Wero-Verbreitung in ganz Europa abbilden.

Interaktiv und von der Community getragen

Das Design der Webseite setzt auf Übersichtlichkeit und ein klares Farbschema (Unterstützt, Angekündigt, Nicht unterstützt). Da sich der Markt extrem schnell bewegt, lebt das Projekt vom Mitmachen: Entdeckt man eine Bank oder einen Onlineshop, der in der Liste noch fehlt oder dessen Status sich geändert hat, kann man die fehlenden Informationen direkt über die Webseite melden und so zur Genauigkeit des Trackers beitragen.

Fazit: Wer Wero ausprobieren möchte oder wissen will, wann die eigene Hausbank die Funktion endlich freischaltet, findet auf werotracker.eu ein hervorragendes und kostenloses Werkzeug, um beim europäischen Bezahl-Rollout auf dem Laufenden zu bleiben.


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