Nach Jahren der Zurückhaltung bei der Akkukapazität bereitet Samsung für das Jahr 2027 einen massiven Technologiesprung vor. Mit der Einführung von Silizium-Kohlenstoff-Batterien (Si/C) im Galaxy S27 Ultra will der südkoreanische Technologieriese nicht nur die magische 5.000-mAh-Grenze durchbrechen, sondern auch neue Maßstäbe bei der Langlebigkeit setzen.
Seit dem Debakel um das Galaxy Note 7 verfolgte Samsung eine betont vorsichtige Strategie. Während chinesische Wettbewerber ihre Flaggschiffe mit immer größeren Akkus und extremen Ladegeschwindigkeiten ausstatteten, blieb Samsung oft bei bewährten 5.000 mAh. Der Fokus lag auf Sicherheit und langfristiger Stabilität, was jedoch zulasten der reinen Laufzeit-Performance ging.
Mit der S27-Serie soll sich dies ändern. Der Schlüssel liegt im Austausch der herkömmlichen Graphit-Anode durch ein nanostrukturiertes Silizium-Kohlenstoff-Komposit. Die Vorteile der Si/C-Technologie sind physikalischer Natur:
- Höhere Dichte: Silizium kann theoretisch die zehnfache Menge an Lithium-Ionen im Vergleich zu Graphit binden.
- Kompakte Bauweise: Dies ermöglicht entweder deutlich dünnere Smartphones oder massiv gesteigerte Kapazitäten bei gleichbleibender Gehäusedicke.
Das Problem: Silizium dehnt sich beim Laden stark aus und zieht sich beim Entladen zusammen, was ohne präzise Steuerung zu strukturellen Schäden und schnellem Kapazitätsverlust führt.
Interne Testberichte aus dem Ende des Jahres 2025 gewähren Einblicke in Samsungs Experimentierfreude. Samsung SDI testete unter anderem:
- Das „Monster-Setup“: Eine Doppelzelle mit insgesamt 20.000 mAh (12.000 mAh Primär- + 8.000 mAh Sekundärmodul). Dieses Setup scheiterte jedoch im Härtetest: Nach 960 Zyklen war die Verschleißgrenze erreicht – weit unter dem internen Zielwert von 1.500 Zyklen.
Inzwischen hat sich der Fokus auf realistischere, aber immer noch beeindruckende Lösungen verschoben. Aktuell werden Konfigurationen um 12.000 mAh (kombiniert aus einer 6.800 mAh und einer 5.200 mAh Zelle) erprobt. Ziel ist es, eine Lebensdauer von über zwei Jahren ohne nennenswerten Leistungsabfall zu garantieren. Laut dem Leaker Schrödinger arbeiten die Ingenieure fieberhaft an drei Fronten:
- Optimierung der Trennschichten innerhalb der Batterie.
- Verbesserung der Stapel-Architektur (Stacking), um mechanischen Stress abzufangen.
- Neuentwicklung der Akku-Firmware, um die Ladevorgänge so präzise zu steuern, dass die Zielmarke von 1.500 Zyklen sicher erreicht wird.
Branchenkenner gehen davon aus, dass die neue Technologie nicht sofort die gesamte S27-Flotte erreichen wird. Das Galaxy S27 Ultra gilt als wahrscheinlichster Kandidat für das Debüt. Damit würde Samsung den Standard von 5.000 mAh, der das Unternehmen seit dem Galaxy A9 Pro (2016) begleitet, endgültig hinter sich lassen.
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Technikaffin seit den Zeiten von Amiga 500 und C64 – mittlerweile aber eher mit deutlichem Fokus auf die Bereich Mobilfunk und Telekommunikation. Die ersten Artikel im Telco Bereich habe ich bereits 2006 geschrieben, seit dem bin ich dem Thema treu geblieben und nebenbei läuft mittlerweile auch noch ein Telefon- und Smartphone Museum um die Entiwcklung zu dokumentieren.
