Apple zahlt 250 Millionen Dollar: Vergleich wegen „Vaporware“-Vorwürfen bei Apple Intelligence

In einem der bisher größten Vergleiche der Unternehmensgeschichte hat Apple zugestimmt, insgesamt 250 Millionen US-Dollar an iPhone-Nutzer in den USA auszuzahlen. Grund für die Einigung ist eine Sammelklage, die dem Tech-Riesen vorwarf, das iPhone 15 Pro und die iPhone 16-Serie mit Funktionen beworben zu haben, die zum Zeitpunkt des Verkaufs nicht existierten und in weiten Teilen bis heute nicht vollständig geliefert wurden.

Das Versprechen, das nie eingelöst wurde

Der Kern des Rechtsstreits dreht sich um „Apple Intelligence“. Seit der Entwicklerkonferenz WWDC 2024 hatte Apple massiv mit einer „neuen Ära“ von Siri geworben. Die Sprachassistentin sollte kontextbezogen handeln, E-Mails verstehen und komplexe Aufgaben App-übergreifend erledigen. In Werbespots, unter anderem mit Hollywood-Star Bella Ramsey, wurde suggeriert, diese Funktionen stünden unmittelbar zur Verfügung.

Tatsächlich verzögerten sich die Kern-Features jedoch immer wieder. Die Kläger bezeichneten die Marketing-Kampagnen als „Vaporware“ – ein Begriff für Produkte, die angekündigt werden, um den Absatz der Hardware zu fördern, obwohl die Software noch gar nicht fertiggestellt ist. Erst mit dem kommenden iOS 27 im Herbst 2026 wird Apple voraussichtlich die damals versprochenen Funktionen durch Kooperationen mit Google (Gemini) und OpenAI vollständig integrieren.

Wer erhält die Entschädigung?

Der Vergleich deckt Nutzer in den USA ab, die zwischen dem 10. Juni 2024 und dem 29. März 2025 eines der folgenden Modelle erworben haben:

  • iPhone 15 Pro & iPhone 15 Pro Max
  • Die gesamte iPhone 16-Serie (inkl. Plus, Pro und Pro Max)

Berechtigte Kunden können mit einer Auszahlung von mindestens 25 $ pro Gerät rechnen. Je nachdem, wie viele Betroffene ihren Anspruch geltend machen, kann dieser Betrag auf bis zu 95 $ ansteigen.

Keine Auswirkungen für internationale Nutzer

Obwohl die Nachricht weltweit für Aufsehen sorgt, bleibt der finanzielle Segen auf den US-Markt beschränkt. Da es sich um eine Einigung vor einem US-Bundesgericht handelt, haben Käufer in Indien, Europa oder anderen Regionen keinen direkten Anspruch auf diese Zahlungen. Dennoch gilt der Fall als warnendes Beispiel für die Tech-Branche, KI-Funktionen nicht verfrüht als fertige Produkte zu vermarkten.

Apple selbst weist die Vorwürfe der Täuschung weiterhin zurück und betont, man habe bereits zahlreiche KI-Werkzeuge wie Schreibhilfen und die Bildbearbeitung „Image Playground“ geliefert. Die Einigung diene lediglich dazu, langwierige Gerichtsprozesse zu vermeiden und sich auf die Zukunft unter dem neuen CEO John Ternus zu konzentrieren.


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