Luxus-Foldable aus Cupertino: Faltbares „iPhone Ultra“ soll laut IDC bis zu 3.000 Dollar kosten

Die Gerüchteküche rund um Apples erstes faltbares Smartphone kocht pünktlich zum Sommer hoch. Neue Marktanalysen des renommierten Marktforschungsunternehmens IDC (International Data Corporation) geben nun konkrete Einblicke in die erwartete Preisstrategie aus Cupertino. Wer gehofft hatte, Apple würde sich preislich an der bestehenden Android-Konkurrenz orientieren, wird enttäuscht: Das intern oft als „iPhone Fold“ oder „iPhone Ultra“ bezeichnete Gerät wird wohl das teuerste Mainstream-Smartphone der Markengeschichte.

Laut aktuellen Einschätzungen von IDC wird das faltbare iPhone mit einem durchschnittlichen Verkaufspreis (ASP) von 2.500 US-Dollar an den Start gehen. Für High-End-Konfigurationen mit maximalem Speicherplatz müssen Käufer demnach sogar mit Preisen von bis zu 3.000 US-Dollar rechnen.

Eine strategische Preisbremse für das restliche Portfolio

Die Prognose von Nabila Popal, Senior Research Director bei IDC, bettet den enormen Preis des Falt-Smartphones in einen größeren Kontext ein. Die Tech-Branche leidet derzeit unter einer globalen Speicherkrise, die die Einkaufspreise für DRAM- und NAND-Komponenten drastisch in die Höhe treibt. Apple sieht sich daher gezwungen, diese Mehrkosten abzufangen.

Während für die reguläre, im Herbst erwartete iPhone 18 Pro-Reihe bereits Preiserhöhungen von bis zu 200 US-Dollar prognostiziert werden, soll das faltbare Luxusmodell als finanzielle Absicherung dienen. Durch die extrem hohen Margen des 2.500-Dollar-Foldables kann Apple einen Teil der gestiegenen Produktionskosten querfinanzieren und so noch drastischere Preissprünge bei den normalen Flaggschiffen verhindern.

Ein „Preisschirm“ für Samsung und Co.

Interessanterweise könnte Apples astronomischer Einstiegspreis der Konkurrenz in die Karten spielen. Analysten zufolge schafft der Konzern aus Cupertino mit einem 2.500-Dollar-Gerät einen sogenannten „Preisschirm“ für den gesamten Foldable-Markt.

Wenn das faltbare iPhone die absolute Preisobergrenze markiert, wirken Konkurrenzprodukte wie das kommende Samsung Galaxy Fold8 Ultra (das gerüchteweise bei knapp unter 2.000 US-Dollar verharren soll) plötzlich wie die wirtschaftlich vernünftigere Wahl. Samsung, das derzeit mit schwindenden Margen in der Falt-Kategorie kämpft, erhält durch Apples Positionierung den nötigen Spielraum, um eigene Flaggschiffe weiterhin als Premium-Produkte zu etablieren, ohne im direkten Vergleich als überteuert zu gelten.

Was Käufer für den Luxuspreis erwarten können

Obwohl Apple die Entwicklung wie gewohnt unter strengster Geheimhaltung vorantreibt, verdichten sich die technischen Details durch Leaks aus der Lieferkette. Demnach soll das faltbare iPhone im geschlossenen Zustand über ein 5,5-Zoll-Display verfügen und sich zu einem fast quadratischen 7,8-Zoll-Bildschirm im 4:3-Format öffnen lassen – die Abmessungen und das Gefühl würden damit stark an ein iPad mini erinnern.

Um das Gehäuse trotz des Faltmechanismus extrem dünn zu halten (gerüchteweise rund 4,5 mm im aufgeklappten Zustand), soll Apple auf ein innovatives OLED-Panel von Samsung setzen, bei dem die Touch-Sensoren direkt integriert sind. Angetrieben wird das Luxus-Gadget voraussichtlich von einem A20-Prozessor gepaart mit 12 GB RAM, um die neuen On-Device-KI-Funktionen von Apple Intelligence flüssig darzustellen.

Anhand aktueller Zuliefererberichte zeichnet sich bereits eine ungefähre Staffelung ab, die sich mit den IDC-Prognosen deckt:

  • Modell mit 256 GB: ca. 2.300 bis 2.400 $* Modell mit 512 GB: ca. 2.600$
  • Modell mit 1 TB: ca. 2.900 bis 3.000 $

Markteinführung noch Ende 2026 erwartet

Branchenkenner rechnen damit, dass Apple sein erstes Foldable im Rahmen des traditionellen Keynote-Events im September vorstellt. Ob das Gerät direkt zusammen mit der iPhone 18-Familie ausgeliefert wird oder aufgrund der komplexen Fertigungsprozesse erst im Spätherbst (Oktober oder November) in den Handel kommt, bleibt abzuwarten. Sicher ist jedoch: Wer das erste faltbare Smartphone mit dem Apfel-Logo sein Eigen nennen möchte, muss tief in die Tasche greifen.


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