Überraschung: Samsung bricht mit Exynos-Tradition bei der Galaxy Watch9

Über Jahre hinweg setzte Samsung bei seinen Wearables konsequent auf die hauseigene Exynos-Plattform. Damit ist nun offenbar Schluss. Kurz vor dem anstehenden Galaxy Unpacked Event enthüllen spektakuläre Leaks, dass in der kommenden Galaxy Watch9-Generation ein echter Gamechanger unter der Haube steckt: Qualcomms brandneuer High-End-Prozessor.

Der bekannte und extrem zuverlässige Leaker Evan Blass hat über seinen Substack-Newsletter offizielles Marketingmaterial und detaillierte Explosionszeichnungen der neuen Smartwatch veröffentlicht. Die geleakten Renderbilder zeigen unmissverständlich den Slogan: „Powered by Snapdragon Wear Elite“.

Ein historischer Wechsel: TSMC statt Samsung-Foundry

Der Wechsel von einem hauseigenen Exynos-Chip (wie dem Exynos W1000 des Vorgängers) hin zu Qualcomm ist für Samsung ein strategischer Paukenschlag. Während der Vorgänger-Chip noch in Samsungs eigenen Fabriken gefertigt wurde, stammt der im 3-Nanometer-Verfahren hergestellte Snapdragon Wear Elite aus den hochmodernen Fertigungshallen von TSMC. TSMC-Prozesse gelten in der Branche als unangefochten führend in den Bereichen Hitzeentwicklung, Effizienz und Energie-Management.

Was bringt der Snapdragon Wear Elite für die Praxis?

Die Umstellung ist keineswegs nur Kosmetik auf dem Datenblatt, sondern verspricht spürbare Upgrades für den Alltag des Nutzers:

  • Massiver Leistungssprung: Erste Benchmark-Ergebnisse bescheinigen dem neuen 3nm-Chip eine um rund 50 % höhere Performance im Vergleich zur Exynos-Generation. Ruckler beim Scrollen oder zähe App-Starts dürften damit endgültig der Vergangenheit angehören.
  • Echte On-Device-KI: Erstmals verbaut Qualcomm eine dedizierte NPU (Neural Processing Unit) direkt im Wearable-Prozessor. Das bedeutet: KI-Funktionen wie ein intelligenter Lauf-Coach oder smarte Antwort-Vorschläge werden direkt auf der Uhr berechnet und müssen nicht mehr zeitverzögert über das Smartphone oder die Cloud laufen.
  • Bessere Akkulaufzeit: Gepaart mit leicht optimierten Akkukapazitäten (beim 44mm-Modell auf 445 mAh) und der extremen Effizienz der 3nm-Architektur rückt die von Nutzern heiß ersehnte Mehrtages-Akkulaufzeit endlich in greifbare Nähe.
  • Zukunftssichere Konnektivität: Die Leaks verraten zudem, dass die Galaxy Watch9 als eine der ersten Smartwatches überhaupt den neuen Standard Bluetooth 6.0 unterstützen wird.

Vorschau auf neue Gesundheits-Features

Das Plus an Rechenleistung nutzt Samsung direkt für eine runderneuerte Software auf Basis von Wear OS 7 und One UI 9 Watch. Das geleakte Pressematerial zeigt unter anderem ein neues „Vitals“-Dashboard, einen präziseren Energy Score sowie eine medizinisch zertifizierte Schlafapnoe-Erkennung.

Optisch bleibt Samsung dem bewährten runden Design treu, bringt aber frische matte Farboptionen wie Weiß, Navy, Olive-Grün und klassisches Schwarz ins Spiel. Die offizielle Vorstellung der Galaxy Watch9 sowie der größeren Galaxy Watch Ultra 2 wird am 22. Juli auf dem Galaxy Unpacked Event erwartet.


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