Der wachsende Bedarf an Netzwerkkomponenten für KI-Rechenzentren verhilft dem finnischen Telekom-Riesen Nokia zu einem Quartalsergebnis über den Markterwartungen. Die Strategie, verstärkt auf diesen Zukunftsmarkt zu setzen, trägt spürbare Früchte – und sorgt für einen optimistischen Blick auf das Gesamtjahr.
Starke Zahlen durch KI-Aufträge
Nokia ist als Marke weiter im Bereich der Netzwerktechnik unterwegs und das Unternehmens steigerte seinen Umsatz im abgelaufenen Quartal währungsbereinigt um neun Prozent auf 4,82 Milliarden Euro. Ein wesentlicher Treiber war das Geschäft mit KI-Netzwerken, das sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 446 Millionen Euro verdoppelte. Auch der operative Gewinn legte kräftig zu: Er stieg um 18 Prozent auf 434 Millionen Euro.
„Unser Auftragseingang für KI und Cloud hat sich im zweiten Quartal auf 2,8 Milliarden Euro mehr als verdoppelt“, erklärte Konzernchef Justin Hotard am Donnerstag.
Aufgrund des derzeit knappen Angebots am Markt gehen immer mehr Kunden dazu über, langfristige Verträge abzuschließen, um sich Kapazitäten zu sichern. An der Börse kamen die Nachrichten hervorragend an: Die im Frankfurt-Handel notierten Nokia-Aktien legten vorbörslich um rund drei Prozent zu.
Prognose angehoben und Währung umgestellt
Auf Basis der starken Geschäftsentwicklung hob die Unternehmensführung ihr Ergebnisziel für das Gesamtjahr leicht an. Nokia rechnet nun mit einem operativen Gewinn zwischen 2,1 und 2,6 Milliarden Euro. Bislang hatte die Prognose bei 2,0 bis 2,5 Milliarden Euro gelegen. CEO Hotard zeigte sich zuversichtlich, ein Ergebnis in der oberen Hälfte dieser Spanne zu erreichen.
Strategischer Fokus auf Rechenzentren und Nvidia-Partnerschaft
Justin Hotard, der vor seinem Wechsel zu Nokia als Top-Manager beim US-Chipriesen Intel tätig war, treibt den Ausbau von Nokias Geschäft mit High-End-Komponenten für die Vernetzung von KI-Servern massiv voran. Um die Position im Markt zu festigen, hat das Unternehmen unter seiner Führung unter anderem eine strategische Partnerschaft mit Nvidia aufgebaut.
Die langfristigen Aussichten für diesen Sektor sind äußerst positiv: Nokia geht davon aus, dass der weltweite Markt für KI-Netzwerkprodukte bis 2028 jährlich um 27 Prozent wachsen wird – deutlich schneller als die zuvor prognostizierten 16 Prozent.
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Technikaffin seit den Zeiten von Amiga 500 und C64 – mittlerweile aber eher mit deutlichem Fokus auf die Bereich Mobilfunk und Telekommunikation. Die ersten Artikel im Telco Bereich habe ich bereits 2006 geschrieben, seit dem bin ich dem Thema treu geblieben und nebenbei läuft mittlerweile auch noch ein Telefon- und Smartphone Museum um die Entiwcklung zu dokumentieren.
