HTC Exodus – was wurde aus dem Krypto-Handy von HTC? – Die Kryptowährungen wie Bitcoin erreichen aktuell immer neue Höchstständen und im Mobilfunk-Bereich gab es schon vor einigen Jahren Ansätze, diese Technik auch in den Smartphones zu integrieren. HTC brachte beispielsweise mit dem HTC Exodus ein Smartphone auf dem Markt, dass verschlüsselt war und gleich ein eingebautes Hardware-Wallet mit brachte. Auf diese Weise konnte man Krypto-Währungen direkt und sicher auf dem Handy speichern – zumindest so lange man das Gerät nicht verlor. Die Smartphones konnte man dazu direkt per Bitcoin kaufen, man brauchte also immer bereits Kryptowährungen, wenn man die Geräte erwerben wollte.
UPDATE Mittlerweile hat HTC auch die Webseite des Smartphones abgeschaltet. Die Domain leitet nun direkt in den Shop von HTC weiter. Es gibt also keine Hinweise mehr direkt auf das Gerät bei HTC. Daher kann man davon ausgehen, dass HTC dieses Thema komplett beendet hat und sich weiter lieber den Headsets widmet.
Allerdings hat sich beim HTC Exodus in den letzten Jahren recht wenig getan. Nach dem ursprünglichen Modell hat HTC noch ein HTC Exodus 1s mit etwas abgespeckter Technik auf den Markt gebracht. Mittlerweile gibt es das EXODUS 1 – Binance Edition – also das Smartphone für die Biance Blockchain. Rein technisch hat HTC aber seit dem Start recht wenig getan. Das HTC Exodus nutzt weiter den mittlerweile deutlich veralteten Snapdragon 845 Prozessor aus 2018 und die 12MP Hauptkamera scheint nicht mehr wirklich interessant. Dazu kann man die Modelle zumindest direkt auf der Webseite von HTC gar nicht mehr bestellen. Es gibt keinen Button um eine Kauf anzustoßen, Preise werden auch nicht mehr genannt. Die letzte Newsmeldung dazu ist von 2019 – auch hier hat sich in den letzten Jahren also wenig geändert.
Insgesamt sieht es daher so aus, als würde HTC das Projekt nicht mehr weiter verfolgen und mittlerweile andere Prioritäten setzen. Das HTC Exodus wird daher wohl keinen Nachfolger bekommen und früher oder später von der Bildfläche verschwinden. Schade eigentlich, denn wirkliche Alternativen dazu gibt es leider nicht.

Inhaltsverzeichnis
Gibt es aktuelle Krypto-Handys auf dem Markt?
Der Markt für spezialisierte „Krypto-Smartphones“ hat sich seit der Ära des HTC Exodus stark gewandelt. Während das Konzept eines dedizierten Web3-Geräts fortbesteht, hat sich der Fokus von einer reinen Hardware-Nische hin zu einer tieferen Integration von Software, Sicherheit und Ökosystemen verschoben.
1. Solana Mobile (Saga und Seeker)
Das bekannteste aktuelle Beispiel für ein Krypto-Smartphone ist die Reihe von Solana Mobile.
- Solana Saga: Dies war der erste bedeutende Nachfolger des Konzepts eines „Blockchain-Handys“ mit einem integrierten „Seed Vault“ zur sicheren Speicherung von Private Keys. Wichtig zu wissen: Der Support für das Saga wurde Ende 2025 offiziell eingestellt. Es ist aktuell eher ein Sammlerstück oder ein Zweitgerät für Solana-Enthusiasten.
- Solana Seeker: Der offizielle Nachfolger des Saga. Er wurde entwickelt, um die Web3-Funktionen zu verbessern und gleichzeitig preislich attraktiver zu sein (Vorbestellerpreis ca. 450 $). Der Seeker integriert native KI-Assistenten und bietet verbesserte dApp-Store-Features.
2. Luxus-Web3-Smartphones (Metavertu)
Im hochpreisigen Segment gibt es Anbieter wie Vertu, die spezielle Web3-Modelle führen:
- Metavertu-Serie: Modelle wie das Metavertu Curve Screen oder das Metavertu Max positionieren sich als Premium-Geräte für Web3-Enthusiasten. Diese Handys bieten Hardware-basierte Sicherheitslösungen für Krypto-Transaktionen und direkten Zugriff auf dezentrale Anwendungen (dApps).
3. Der aktuelle Trend: Die „Wallet-First“-Strategie
Der Markt für spezielle Krypto-Handys ist insgesamt klein geblieben. Viele Nutzer setzen heute stattdessen auf leistungsstarke Standard-Smartphones in Kombination mit hochsicheren Software- oder Hardware-Wallets.
Wenn du die Funktionalität eines „Exodus-ähnlichen“ Geräts suchst, gibt es heute folgende Wege:
- Hardware-Wallets als Ergänzung: Geräte wie das Ledger Flex oder Trezor Safe 7 bieten mittlerweile Touchscreens, Bluetooth und NFC-Anbindung. Sie sind die sicherste Art, Krypto-Assets mobil zu verwalten, ohne auf ein spezielles Telefon angewiesen zu sein.
- Sichere Software-Wallets: Moderne Apps wie Phantom, Rabby Wallet oder OKX Web3 bieten eine immer tiefere Integration in mobile Betriebssysteme. Sie erlauben Transaktionssimulationen und eine einfache Verwaltung von Multi-Chain-Assets, was die Hardware-Notwendigkeit eines speziellen „Blockchain-Handys“ für viele Nutzer obsolet macht.
Fazit für 2026:
Wenn du ein Gerät suchst, das explizit auf Krypto-Funktionen ausgelegt ist, ist das Solana Seeker aktuell die relevanteste Option im Mainstream-Bereich. Wenn es dir primär um Sicherheit und professionelle Verwaltung deiner Assets geht, ist die Kombination aus einem modernen High-End-Smartphone (z. B. der aktuellen Flaggschiff-Generation) und einem dedizierten Hardware-Wallet-Gerät (Ledger/Trezor) die von Experten bevorzugte und flexiblere Lösung.
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Technikaffin seit den Zeiten von Amiga 500 und C64 – mittlerweile aber eher mit deutlichem Fokus auf die Bereich Mobilfunk und Telekommunikation. Die ersten Artikel im Telco Bereich habe ich bereits 2006 geschrieben, seit dem bin ich dem Thema treu geblieben und nebenbei läuft mittlerweile auch noch ein Telefon- und Smartphone Museum um die Entiwcklung zu dokumentieren.
