Apple verzeichnete im letzten Quartal ein zweistelliges Wachstum in fast allen Bereichen. Doch der Erfolg wird durch massive Engpässe bei Hardware-Komponenten gedämpft. Vor allem das iPhone und der Mac sind betroffen – und eine schnelle Besserung ist laut Tim Cook nicht in Sicht.
Obwohl der iPhone-Umsatz um 22 Prozent auf einen Rekordwert von 57 Milliarden Dollar stieg, machten die Verantwortlichen deutlich, dass die Zahlen ohne Lieferbeschränkungen noch höher ausgefallen wären. Tim Cook erklärte, dass die Engpässe beim iPhone primär auf die begrenzte Verfügbarkeit von hochmodernen Halbleiter-Nodes (SoCs) zurückzuführen seien.
Besonders deutlich wird die Problematik beim Mac:
- Der neue MacBook Neo sowie der Mac mini und Mac Studio sind aufgrund ihrer KI-Leistungsfähigkeit so gefragt, dass Apple mit der Produktion nicht hinterherkommt.
- Beim Mac mini und Mac Studio rechnet Cook damit, dass es noch mehrere Monate dauern wird, bis ein Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage erreicht ist.
Steigende Kosten für Speicherchips
Ein weiteres Problem zeichnet sich an der Kostenfront ab. Finanzvorstand Kevan Parekh und Tim Cook warnten vor signifikant steigenden Preisen für Speicherkomponenten (Memory). Während Apple im letzten Quartal noch von Lagerbeständen zu alten Preisen profitierte, werden die höheren Einkaufskosten im laufenden Juni-Quartal und darüber hinaus die Margen zunehmend belasten.
Fokus auf Unabhängigkeit: „Made in America“
Um die Lieferkette langfristig stabiler und unabhängiger zu gestalten, treibt Apple die Produktion in den USA massiv voran:
- Produktion in Texas: Die Fertigung des Mac mini soll noch in diesem Jahr in einer neuen Anlage in Houston starten.
- US-Chips: Apple plant, über 100 Millionen fortschrittliche Chips aus der neuen TSMC-Anlage in Arizona zu beziehen.
- Recycling als Strategie: Um Materialengpässen vorzubeugen, setzt Apple verstärkt auf Kreislaufwirtschaft. 2025 stammten bereits 30 % der Materialien aus recycelten Quellen, darunter 100 % des Kobalts in Batterien.
Historischer Wechsel an der Spitze
Inmitten dieser operativen Herausforderungen kündigte Tim Cook seinen Rückzug als CEO zum 1. September 2026 an. Er wird den Posten des Executive Chairman übernehmen. Sein Nachfolger wird John Ternus, bisheriger Hardware-Chef von Apple. Ternus betonte, dass er die disziplinierte Finanzstrategie von Cook fortführen wolle, während das Unternehmen den Fokus voll auf die Integration von „Apple Intelligence“ (KI) in alle Produktlinien legt.
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Technikaffin seit den Zeiten von Amiga 500 und C64 – mittlerweile aber eher mit deutlichem Fokus auf die Bereich Mobilfunk und Telekommunikation. Die ersten Artikel im Telco Bereich habe ich bereits 2006 geschrieben, seit dem bin ich dem Thema treu geblieben und nebenbei läuft mittlerweile auch noch ein Telefon- und Smartphone Museum um die Entiwcklung zu dokumentieren.
