Das einst gefeierte Gaming-Smartphone-Projekt „Black Shark“ scheint endgültig aus dem direkten Umfeld von Xiaomi verbannt zu werden. Aktuelle Berichte und Beobachtungen zeigen, dass Xiaomi die Marke still und heimlich aus seinen offiziellen Vertriebskanälen und dem eigenen Ökosystem entfernt hat. Auch die digitale Infrastruktur von Black Shark bricht zunehmend zusammen.
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Stiller Rückzug aus den offiziellen Stores
Wie aufmerksame Beobachter feststellten, wurden sämtliche Produkte der Marke Black Shark kommentarlos aus der Xiaomi Mall sowie der E-Commerce-Plattform Xiaomi Youpin entfernt. Bislang dienten diese Plattformen als zentrale Anlaufstelle und wichtigster Vertriebskanal für die Gaming-Smartphones und das entsprechende Zubehör im asiatischen Raum. Dass Xiaomi die Produkte dort nun vollständig gestrichen hat, ist ein deutliches Signal dafür, dass die strategische Partnerschaft oder zumindest die aktive Unterstützung beendet wurde.
Zusammenbruch der Black Shark Community
Nicht nur der Verkauf, auch die Kundenbindung leidet massiv: Der Zugang zur offiziellen Black Shark Community wurde Berichten zufolge drastisch eingeschränkt. Nutzer klagen darüber, dass zentrale Kernfunktionen des Forums ausfallen oder Fehler werfen. Die Situation sendet jedoch gemischte Signale: Die Plattform wurde nicht vollständig offline genommen, sondern befindet sich in einem teils defekten Schwebezustand. Einige alte Beiträge sind noch sichtbar, während Interaktionen oder Logins weitgehend fehlschlagen. Dies deutet weniger auf eine geplante Server-Wartung als vielmehr auf ein unmoderiertes, verlassenes System hin.
Hintergrund: Der langsame Niedergang einer Gaming-Marke
Um diese Entwicklung einzuordnen, muss man einen Blick auf die jüngere Historie des Unternehmens werfen. Black Shark wurde 2017 mit massiver finanzieller und logistischer Rückendeckung von Xiaomi gegründet und dominierte zeitweise den Nischenmarkt für Gaming-Smartphones.
Der große Knick kam im Jahr 2022: Eine geplante Übernahme durch den Internet- und Gaming-Riesen Tencent (für kolportierte 420 Millionen US-Dollar) scheiterte an kartellrechtlichen Hürden. Tencent wollte Black Shark zu einem Hardware-Produzenten für VR-Headsets im Metaverse umbauen. Nach dem Platzen des Deals geriet Black Shark in eine tiefe finanzielle Schieflage, die in massiven Entlassungen mündete – Berichten zufolge musste zeitweise mehr als die Hälfte der Belegschaft gehen.
Seit der Veröffentlichung der Black Shark 5-Serie im Jahr 2022 gab es kein neues Flaggschiff-Smartphone der Marke mehr. Zwar versuchte das Unternehmen zuletzt noch, sich mit Peripheriegeräten, Smartwatches und einem kompakten Gaming-Tablet global über Wasser zu halten, doch die Kernkompetenz – hochgezüchtete Gaming-Telefone im Xiaomi-Ökosystem – scheint nun endgültig der Vergangenheit anzugehören.
Mit dem Rauswurf aus der Xiaomi Mall und Youpin sowie dem Zerfall der Community-Plattform verliert Black Shark seinen wichtigsten Rückhalt. Für Nutzer der Geräte bedeutet dies vor allem eine ungewisse Zukunft, was Software-Updates und offiziellen Support angeht. Ob Black Shark als komplett eigenständige Marke für Nischen-Zubehör überleben kann oder nun das endgültige Aus droht, bleibt abzuwarten.
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Technikaffin seit den Zeiten von Amiga 500 und C64 – mittlerweile aber eher mit deutlichem Fokus auf die Bereich Mobilfunk und Telekommunikation. Die ersten Artikel im Telco Bereich habe ich bereits 2006 geschrieben, seit dem bin ich dem Thema treu geblieben und nebenbei läuft mittlerweile auch noch ein Telefon- und Smartphone Museum um die Entiwcklung zu dokumentieren.






