Google One Speicherplatz teilen

Wer viel fotografiert, Backups sichert oder große Datenmengen in Google Drive verwaltet, stößt mit den kostenlosen 15 GB Speicherplatz von Google schnell an die Grenzen. Ein kostenpflichtiges Google One Abonnement (nicht zu verwechseln mit Android One) schafft Abhilfe. Doch muss nun jedes Familienmitglieder ein eigenes Abo abschließen? Die erfreuliche Antwort lautet: Nein. Google ermöglicht es nach wie vor, den erworbenen Cloud-Speicher unkompliziert mit anderen zu teilen. Mit der offiziellen Familienfreigabe lässt sich das Speicherkontingent für bis zu fünf weitere Personen freischalten. Wie das funktioniert, welche Regeln gelten und wie man den Überblick behält, zeigt dieser Artikel.

Die Grundregeln: Fair Sharing, aber mit maximaler Privatsphäre

Beim Teilen von Cloud-Speicher kommen schnell Bedenken bezüglich der eigenen Daten auf. Google hat das System jedoch so strukturiert, dass Komfort und Datenschutz Hand in Hand gehen:

  • Strikte Datentrennung: Niemand in der Familiengruppe kann die Dateien, E-Mails oder Fotos der anderen einsehen. Jedes Mitglied behält einen völlig privaten Bereich. Geteilt wird lediglich das unsichtbare Speicherkontingent im Hintergrund.
  • Erst das eigene Kontingent: Jedes Google-Konto besitzt weiterhin die standardmäßigen, kostenlosen 15 GB. Erst wenn ein Familienmitglied diese Grenze überschreitet, greift das System automatisch auf den gemeinsamen Topf von Google One zu.
  • Ein gemeinsamer Pool: Google unterteilt den Speicherplatz nicht in feste, starre Portionen. Wer beispielsweise ein 2-TB-Paket teilt, gibt den Speicher für alle frei. Jedes Mitglied nimmt sich so viel, wie benötigt wird, bis der Gesamtspeicher voll ist. Ein einzelner Nutzer kann theoretisch den Großteil des Speichers belegen, weshalb eine interne Absprache sinnvoll ist.

Schritt für Schritt: So wird die Familienfreigabe eingerichtet

Um den Speicherplatz zu teilen, müssen zwei wesentliche Schritte durchgeführt werden: Zuerst wird eine Familiengruppe erstellt, danach wird der Google One Speicher für diese Gruppe freigegeben.

1.Die Familiengruppe gründen:Voraussetzung.

Man ruft im Browser die Seite g.co/YourFamily auf oder nutzt die Google One App. Als Administrator erstellt man hier eine Familiengruppe und lädt bis zu fünf Personen per E-Mail-Adresse ein. Wichtig: Alle Mitglieder müssen im selben Land ansässig sein und ein reguläres Google-Konto besitzen.

2.Google One Einstellungen aufrufen:Abo-Verwaltung.

Sobald die Mitglieder die Einladung angenommen haben, meldet man sich mit dem Administrator-Konto unter one.google.com an oder öffnet die Google One App auf dem Smartphone. Dort navigiert man in die Einstellungen (Zahnrad-Symbol).

3.Speicherplatz freigeben:Aktivierung.

In den Einstellungen wählt man den Punkt „Familieneinstellungen verwalten“. Dort lässt sich die Option „Google One gemeinsam mit der Familie nutzen“ per Schieberegler aktivieren. Ab diesem Moment steht der zusätzliche Speicherplatz allen Gruppenmitgliedern zur Verfügung.

Kontrolle behalten: Wer verbraucht wie viel Speicher?

Da es keine harten Limits für einzelne Personen gibt, sollte man den Gesamtverbrauch im Auge behalten. Der Administrator der Familiengruppe kann den genauen Verbrauch jederzeit einsehen:

  1. Man ruft die Google One Webseite oder App auf.
  2. Man klickt auf den Reiter „Speicherplatz“.
  3. Neben dem Punkt „Familienspeicherplatz“ findet man einen kleinen Abwärtspfeil. Ein Klick darauf listet detailliert auf, welches Familienmitglied wie viele Gigabyte für Drive, Gmail und Google Fotos belegt.

Gut zu wissen: Sieht man als Administrator, dass ein Mitglied zu viel Speicherplatz beansprucht, bietet Google keine technische Sperre an. In diesem Fall hilft nur die direkte Bitte an das Familienmitglied, ungenutzte Daten zu löschen oder die Sicherungsqualität von Fotos anzupassen.

Das Teilen von Google One Speicherplatz ist eine hervorragende Möglichkeit, die Kosten für Cloud-Speicher zu minimieren. Da seit den letzten Richtlinienänderungen auch Android-Gerätebackups und WhatsApp-Sicherungen spürbar mehr Speicherplatz beanspruchen, ist der gemeinsame Pool für Familien oder Wohngemeinschaften oft die wirtschaftlichste Lösung – ohne dass man dabei Abstriche bei der Privatsphäre machen muss.

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