Frische Branchen-Leaks wirbeln die Gerüchteküche kurz vor dem Sommer-Launch auf: Samsung bricht beim kommenden Galaxy Z Flip8 offenbar mit der bisherigen Exklusiv-Strategie. Je nach Verkaufsregion soll das Klapp-Smartphone entweder mit einem hauseigenen Exynos-Chip oder dem neuesten Snapdragon-Flaggschiff ausgeliefert werden.
Wer sich im kommenden Sommer ein neues faltbares Smartphone zulegen möchte, muss beim Blick auf das Datenblatt genauer hinschauen als sonst. Neuen Berichten der bekannten Insider „yeux1122“ und „Lanzuk“ zufolge kehrt Samsung bei seinem nächsten Clamshell-Foldable, dem Galaxy Z Flip8, zu einer Dual-AP-Strategie (Application Processor) zurück. Das bedeutet: Welches Herzstück im Gehäuse schlägt, hängt maßgeblich davon ab, in welchem Land der Kunde das Gerät erwirbt.
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Die erwartete Aufteilung: Wer bekommt welchen Chip?
Sollten sich die Leaks aus der Lieferkette bewahrheiten, orientiert sich Samsung bei der regionalen Verteilung an seinem bekannten Muster der Galaxy-S-Klasse:
- Snapdragon-Regionen: Kunden in den USA, Kanada, China und Japan erhalten die Ausführung mit dem hochentwickelten Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 5.
- Exynos-Regionen: Der europäische Markt, Indien sowie Samsungs Heimatmarkt Südkorea werden hingegen mit dem hauseigenen Exynos 2600 bedient.
Dieser Schritt kommt für Branchen-Kenner überraschend. Bis zum Galaxy Z Flip6 setzte Samsung bei seinen Foldables ausschließlich auf Qualcomm-Prozessoren. Mit dem Galaxy Z Flip7 erfolgte der radikale Wechsel auf ein reines Exynos-Szenario. Die nun geleakte Rolle rückwärts zeigt, dass hinter den Kulissen intensiv gerechnet wurde.
Wirtschaftlicher Hintergrund: Ein „Angebot, das man nicht ablehnen konnte“
Der Grund für den plötzlichen Strategiewechsel liegt laut Insiderberichten in den Produktionskosten begründet. Der kommende Exynos 2600 wird in einem hochmodernen 2-Nanometer-Verfahren gefertigt. Die Herstellung dieses High-End-Siliziums ist in der Entwicklung und Produktion extrem teuer. Hätte Samsung das Flip8 weltweit ausschließlich mit diesem Chip bestückt, wären die Gewinnmargen massiv eingebrochen oder der Verkaufspreis für Endkunden hätte drastisch angehoben werden müssen.
Hier kam offenbar die Konkurrenz ins Spiel: Qualcomm soll Samsung angesichts der teuren Eigenproduktion ein äußerst attraktives, rabattiertes Angebot für das aktuelle Snapdragon-Modell unterbreitet haben. Durch den regionalen Split kann Samsung seine Lieferketten diversifizieren und das finanzielle Risiko abfedern.
Die technischen Kontrahenten im Vergleich
| Feature | Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 5 | Samsung Exynos 2600 |
| Architektur | Octa-Core (8 Kerne) | 10-Core (10 Kerne) |
| Grafikeinheit (GPU) | Adreno 840 | Xclipse 960 |
| Fertigungsprozess | Optimiertes 3nm/2nm-Verfahren | Samsungs neues 2nm-Verfahren |
Während der Exynos 2600 mit seiner 10-Kern-Architektur und einer auf AMD-Technologie basierenden Xclipse-GPU punkten möchte, gilt der Snapdragon-Prozessor traditionell als extrem stark bei der Energieeffizienz und der Rohleistung unter Dauerlast.
Reaktionen und Ausblick
In der Community sorgt die Nachricht für gemischte Gefühle. Viele Nutzer in Europa hatten gehofft, dass die Zeiten des „Chip-Lottos“ bei den teuren Foldables endgültig vorbei seien. Da die Leistung und vor allem die Akkulaufzeit bei faltbaren Smartphones aufgrund der kompakteren Bauweise ohnehin kritische Faktoren sind, werden die ersten Benchmark-Vergleiche nach dem Release besonders argwöhnisch beobachtet werden.
Die offizielle Vorstellung des Galaxy Z Flip8 wird gemeinsam mit dem größeren Galaxy Z Fold8 für Ende Juli erwartet. Spätestens dann wird sich zeigen, ob Samsung das Performance-Versprechen beider Chipsätze auf ein identisches Niveau heben kann.
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Technikaffin seit den Zeiten von Amiga 500 und C64 – mittlerweile aber eher mit deutlichem Fokus auf die Bereich Mobilfunk und Telekommunikation. Die ersten Artikel im Telco Bereich habe ich bereits 2006 geschrieben, seit dem bin ich dem Thema treu geblieben und nebenbei läuft mittlerweile auch noch ein Telefon- und Smartphone Museum um die Entiwcklung zu dokumentieren.









